Der Verlust des Ominösen

08.04.2013

“Ach, Sie interessieren sich für Blogs? Bloggen Sie denn selbst auch?”

So weit sind wir. Ich lebe in einer Welt, in der man mich siezt und in der ich auf diese Frage keine eindeutige Antwort mehr weiß. Ja, ich blogge. Bloggte. Möchte gern bloggen, wenn mehr Zeit wäre. Und mehr Ideen. Mehr los, um mehr Geschichten zum Schreiben zu haben, und weniger los um mehr Zeit zum Schreiben zu haben.

“Und was schreiben Sie da so?”

Noch so eine Frage ohne Antwort. Ja, so Krimskrams. Wirre Gedanken, angeordnet in hübschen Worten, gepackt in kurze Sätze mit unnötig vielen Satzzeichen. Und hier und da ein paar Bilder. Und plötzlich fühle ich mich blöd wenn ich das so sage, und rutsche unwohl auf meinem Stuhl herum. Auf einmal klingt das ganze gar nicht mehr so spektakulär hier.

Irgendwann im Laufe der Jahre ist das Ominöse verloren gegangen. Ich weiß nicht wann, ich weiß nicht wohin. Ich weiß nur, dass das hier irgendwie nicht mehr ich bin. Dass ich nicht mehr ich bin, zumindest nicht das Ich, das diesen Blog hier vor 4 Jahren angefangen hat zu schreiben. Und das trifft mich, trifft mich hart, denn ich mag diesen Blog. Er hat mich begleitet auf der Reise durch meine ersten Semester, auf dem Weg in die beste Beziehung meines Lebens, ach was, der Welt! Er hat mich begleitet beim träumen und hoffen und lachen und weinen. Er hat mich begleitet auf der Suche nach dem Ich.

Und jetzt wo ich es gefunden habe, ist es still hier.

Noch keine Kommentare

It’s Christmas in my Heart

11.12.2012

Letztes Jahr um diese Zeit war ich über 1.000 Kilometer weg von daheim. Ich hatte Schnee, ich hatte Weihnachtsmusik, bunte Lichter und Christmas Pudding. Richtig Weihnachten war trotzdem nicht.

Dieses Jahr gibt’s das volle Programm. Plätzchen backen, dekorieren, Christkindlmärkte, Weihnachtsfeiern, ganz viel Freunde, Familie, und kuscheln auf der Couch. Ein ganz normales Weihnachten, zuhause mit der Familie. So sehr mir London auch fehlt, diese Weihnachtszeit wird so viel besser! Was braucht man schon mehr als die liebsten Menschen um sich richtig gut zu fühlen?

Noch keine Kommentare

Modeerscheinung

28.10.2012

So so so viele Blogs, die ich früher jeden Tag gelesen habe, gibt es nicht mehr. Sie wurden gelöscht, oder sie dümpeln vergessen vor sich hin. Ich habe gerade gefühlt 300 Blogs aus meinem Feedreader gelöscht. Ich schaue eh nur alle 1-2 Wochen mal rein, gehe meine 10 Lieblingsblogs durch und klicke dann beim Rest auf “alle als gelesen markieren”. Ich selbst habe auch keine Muße mehr, regelmäßig zu bloggen.

“Bloggen war so eine Modeerscheinung”, sagt der Liebste. Ich frage mich, ob er Recht hat.

3 Kommentare

Mehr Zeit

07.10.2012

Morgen startet die letzte Woche meines Praktikums, in einer Woche startet dann das erste Mastersemester. Von der Bachelorarbeit hab ich noch nichts gehört, aber ich hoffe das Ergebnis kommt bald. Arbeiten macht Spaß, es ist ein toller Job in einer großartigen Abteilung und mir graust schon ein bisschen vor dem Abschied. Komischerweise fürchte ich mich neuerdings nicht mehr vor dem Gedanken, das ganze Jahr Tag ein Tag aus in die Arbeit zu müssen und das die nächsten 40 Jahre lang. Mit netten Kollegen ist das alles nicht so wild, glaube ich.

Vielleicht kann ich aber auch als Werkstudentin bleiben. Die meisten Firmen möchten Werkstudenten leider für 20 Stunden pro Woche haben. Das sind 3 volle Arbeitstage. Den Studenten möchte ich mal sehen, der ohne Weiteres Vollzeit studieren und 3 Tage arbeiten kann und bei beidem gute Ergebnisse erzielt… Und obwohl mir der Job wirklich Spaß macht, freue ich mich trotzdem schon wieder irgendwie auf’s Studium. Da ist irgendwie immer mehr Zeit für alles – oder nicht mehr, aber flexibler verteilt. Zeit zum Friseur zu gehen, Zeit mal wieder zu shoppen, Zeit um endlich die Wohnung auf Vordermann (oder Vorderfrau) zu bringen. Und mit Sicherheit wieder mehr Zeit zum Bloggen :)

Noch keine Kommentare

87

16.07.2012

Heute wäre der richtige Tag für Pfannkuchen. Zum Geburtstag.

Sie fehlt mir jeden Tag…

Noch keine Kommentare