Wie angekündigt erst mal ein Review, und zwar von meinem Urlaub in NYC letzten Monat. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, ob beim Hotel mit grandioser Lage direkt am Broadway, 2 Minuten zu Fuß vom Times Square, oder bei den Eindrücken die man weder im Fernsehn noch auf Fotos so erleben kann wie sie einen tatsächlich umhauen, wenn man sich z.B. nachts plötzlich am Times Square wiederfindet und vor lauter Farben und Lichtern nicht weiß, wo man zuerst hinschaun soll.
Nachdem ich nach über 17 Stunden und einem verpassten Flug, völliger Verplantheit und orientierungslosem Rumrennen in NY angekommen bin, war ich erst mal überwältigt von der Größe, wie man sie bei uns nirgends findet. Nach dem ersten Tag Sightseeing hab ich mich aber recht schnell dran gewöhnt, und 4 Tage und 1168 Fotos später wars schon gar nichts Besonderes mehr und ich konnte endlich aufhören alle Eindrücke sofort abzulichten. Fazit der Sightseeingtour: Die Statue of Liberty is gar nicht so groß wie man denkt. In Chinatown sollte man nicht essen gehn (ist auch schwer zu erkennen was ein Restaurant ist wenn man chinesische Schriftzeichen nicht lesen kann). Die New Yorker Subway ist unheimlich und furchtbar kompliziert. Ground Zero (oder wie’s die Amis nennen “World Trade Center Memorial Site”) ist nicht sehenswert, weils einfach außer grün verkleidetem Bauzaun nichts mehr zu sehen gibt. Century 21 ist das beste Outlet der Stadt und für alle weiblichen NY Besucher definitiv ein Muss (jaa, ich bin auch nur ein Mädchen
.
Nach Liberty Island, das sich allein wegen der Aussicht auf die Küste von Manhattan lohnt anzuschaun, waren wir noch auf Ellis Island, der Insel wo damals die Einwanderer angekommen sind. Recht interessantes Museum, aber für Touris, die am Tag gefühlte 36 Stunden auf den Beinen sind und sich schon Mittag nichts lieber wünschen als sich irgendwo hinzusetzen und nicht mehr aufstehn zu müssen, eher eine Qual. Wir habens trotzdem durchgezogen. Bisschen Bildung muss ja sein
Deswegen auch gleich noch im Museum of Natural History (das, in dem Ross aus Friends arbeitet ^^) Dinosaurier angeschaut.
Mit dem Wetter hatten wir Pech, eisige Kälte und am letzten Tag Schnee, aber dazu später mehr. Deswegen leider auch schlechte Sicht, also konnten wir uns die 20$ für die Aussicht vom Empire State Building sparen und waren stattdessen in ner Rooftop Bar, die auf dem Dach eines Hotels eingerichtet war. Von da aus war die Aussicht auch beeindruckend genug.
Zum Nachtleben kann ich nur sagen: amber! Wir habens in den 5 Tagen zwar nur 1x in nen Club geschafft, aber der wars definitiv wert! Die Clubs, von denen wir schon gehört hatten, waren leider alle entweder zu teuer oder zu schwer zum reinkommen (da hatte ich mit meinen unter 21 ja eh Probleme), also haben wir uns nen unbekannteren ausgesucht und sind prompt wie’s der Zufall (oder das Schicksal?) wollte auf dem Weg in die “Mansion” von deren Promoter angesprochen worden, der uns VIP-mäßig umsonst und noch vor allen anderen reingebracht und den ganzen Abend mit Freigetränken versorgt hat. Die Musik war einfach genial: In der main area Electro und in dem kleineren Bereich eher so Black/HipHop. Aber beide male nicht dieses Mainstream-Zeug, das man bei uns so auf die Ohren bekommt, sondern alternativ und einfach cool. Und wenn die Kerle in dem Club nicht ganz so aufdringlich gewesen wären, hätten wir auch mal 2 Minuten tanzen können ohne angequatscht bzw. -tatscht zu werden. Nach etwa 2,5 Stunden haben dann unsere eh schon todesschmerzen erleidenden Füße um Gnade gebettelt und so sind wir nach ner wirklich gelungenen Nacht relativ früh, aber trotzdem wahnsinnig k.o. zurück ins Hotel. 100x cooler als in jedem normalen Club in Deutschland.
Neben so ziemlich allen wichtigen Sights, jeder Menge Shopping, einem Musical am Broadway und zu Fuß zurückgelegten 11854 km (pro Tag) hätten wir uns auf den Heimweg gemacht, hätte uns nicht ein Schneesturm inkl. gecancellten Flügen und stundenlangen Warteschleifen in der Hotline der Airline davon abgehalten. Aber mit einem Tag Verspätung haben wirs doch noch nach Hause geschafft und waren trotz der traumhaft schönen, unbeschreiblichen, aber auch überfüllten und hektischen Stadt ganz froh wieder im ruhigen Bayern zu sein.
Weitere Fotos gibts unter http://www.flickr.com/photos/36150152@N05/ und in meinem studivz Profil.






















