no need to be perfect



Bei Spiegel TV läuft gerade ein Bericht über Schönheit. Es geht um Models, Beauty-OPs, Schönheitssalons und den Einfluss von Schönheit auf den Alltag. Schöne Menschen gelten als erfolgreicher, Schönheit ist Macht, heißt es da. Schöne Menschen werden eher eingestellt und wirken autoritärer. Schöne Menschen verdienen exakt 10% mehr als weniger attraktive. Und wie’s die alte C&A Werbung so schön sagt: no need to be perfect, when you look good.

Über dieses Thema hab ich mir in letzter Zeit öfter mal Gedanken gemacht. Ausschlaggebend ist da vor allem der “Trend” in meinem Studiengang, optisch nichts aus sich zu machen. Abgesehen davon, dass ich bei schockierend vielen im PT-Bereich sicher bin, dass sie außerhalb der Uni kaum ein Leben haben, ist es auch bemerkbar, dass sich viele “gehen lassen”. Ich wünsche mir da jeden Tag, diese Leute mal umstylen zu dürfen. Vielleicht liegt es daran, dass ich persönlich schon Wert auf mein Äußeres lege. Nicht so übertrieben, dass ich nie ohne Make-Up aus dem Haus gehen würde, nicht auch mal in Jogginghose kurz einkaufen gehe oder mich mein Freund nie ungeschminkt sehen darf. Ich habe keine künstlichen Fingernägel, trage nie falsche Wimpern und eher selten hohe Schuhe. Aber trotzdem bin ich eitel genug, mich für die Uni zu schminken, jeden Morgen meine Haare zu waschen, zu glätten und mir zu überlegen, was ich anziehe. Und dann halte ich ein Referat neben einem Mädchen, das aussieht wie 3 Tage nicht geduscht und Klamotten von ihrer Mama trägt. Und natürlich ist sie besser vorbereitet, weil sie vermutlich nichts anderes macht als lernen. Und solche Leute werden immer besser sein als ich, weil ich nicht auf Partys verzichte und ‘nen Freund habe, mit dem ich Zeit verbringen will. Und ich gehe halt gern Shoppen, twittere und blogge. Aber ehrlich gesagt, traue ich mich wetten, dass ich glücklicher bin. Und wenn man Spiegel TV glaubt, werde ich im späteren Berufsleben eher eingestellt, wenn ich geduscht bin. Ich werde mehr verdienen. Und schönen Menschen hört man lieber zu, auch wenn sie bei Referaten nicht ganz so viel Ahnung haben ;)

Veröffentlicht am 27.06.2009 um 23:26 unter alltägliches, erlebtes, gedachtes, gehörtes, gesehenes. Du kannst die Kommentare als RSS-Feed abonnieren. Hinterlasse einen Kommentar oder einen Trackback von deinem Blog.

10 Kommentare zu “no need to be perfect”

  1. Thomiez sagt:

    Na na na sowas laut zu schreiben. ;-)
    Ne aber ich denke du hast Recht. Durchaus.
    Und wieso soll man nicht gut aussehen und erfolgreich sein können? Obwohl eine gewisse Gepflegtheit heute eigentlich selbstverständlich sein sollte. Schade wenn dies immer noch nicht so ist. Gerade bei Frauen. Denn selbst in Jobgesprächen heißt es: für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance!

  2. Piratmedia sagt:

    Recht haste! Hübsche Leute schaut man (v.a. Mann) doch gleich mal viel gerner an. Hey aber ne kleine Style-Beratung könnt ich vielleicht auch mal brauchen… wenn Du sowas kannst?!? Äh aber ich dusch schon jeden Tag *keinenfalscheneindruckerweckenmöcht*

  3. m4ki sagt:

    das ist schon mal ne gute voraussetzung, anders kann ich auch nicht arbeiten :D

  4. Piratmedia sagt:

    :D D hihi

  5. Steve sagt:

    …eine klasse Idee, was hälst Du davon, dies als zusätzlichen Service Deines Blogs anzubieten?

    Der tägliche oder wöchentliche Beaty-Tipp? :o)
    Kommt bestimmt super an…

  6. Ruben sagt:

    WTF is PT ??? :) … das würde mich mal sehr interessieren.

    Muss ehrlich sagen mich regt andererseits die zu übertrieben Oberflächlichkeit (besonders bei BWLern etc.) ebenso auf!

  7. m4ki sagt:

    PT = Philosophie-Theologie. Der Bereich der Geisteswissenschaften also, um’s mal grob zu sagen. Ich bin da mit Anglistik auch zuhause.

    Hat da etwa werVorurteile gegenüber BWLern? :P Aber hast schon recht, die durchschnittliche Englisch-Grundschullehramt-Studentin würd man in ner BWL Vorlesung sofort rauskennen vom Aussehen ;) Aber da wär mir total tussig immer noch lieber als ungepflegt…

  8. m4ki sagt:

    und @Steve: was den wöchentlichen Beautytipp angeht, ich bin da mehr der praktische Typ. Anschaun und anwenden. Aber verallgemeinert kann ich sagen, dass es bei Frauen gut ankommt, wenn Mann täglich duscht :D Sollte man ja eigentlich nicht extra erwähnen müssen. Und Haare sag ich generell auch kurz. Ansonsten müssten die schon sehr sehr schön und gepflegt sein..

  9. TheAms sagt:

    aber das ist ja eigentlich (zumindest seh ich das so) ein Trend der eher erschreckend ist. Wenn wir uns quasi vom Optischen über die Qualität hinwegtäuschen lassen, lassen wir uns (nicht bös gemeint) gewollt verarschen. Ich finde man sollte da einfach differenzieren. Klar irgendwo find es auch eklig ich nem Geschäftskollegen die Hand geb und dabei ein nasses *FLATSCH* ertönt, Körperhygiene gehört nämlich in nen anderen Topf. Aber ich würde es keinem Menschen übel nehmen, wenn er mit Jogginghose und Omas Pulli zum Geschäftsgespräch kommen würde. Im Gegenteil: er zeigt dass er nicht zur langweiligen wabernden grauen Masse der zahllosen Konformisten gehört.

  10. m4ki sagt:

    Ja TheAms, du hast schon recht. In der angeblichen Leistungesellschaft, in der wir leben, sollte auch wirklich die Leistung zählen. Aber irgendwo geht es immer um Sympathie, und im Allgemeinen (natürlich gibt es auch zahlreiche Ausnahmen) wirken attraktive Menschen sympathischer.
    Aber im Jogginganzug zum Geschäftsgespräch find ich schon bisschen assi. MUss ja kein Anzug sein, aber zumindest ne Jeans oder so, und nicht frisch von der Couch. Zeigt ja auch Respekt, wenn man sich angemessen kleidet..

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