Lernen nervt mich. Und zwar so sehr, dass ich’s gar nicht beschreiben kann. Zum Glück ist Freitag um 10 alles vorbei. Das heißt für dieses Semester, und die Seminararbeit steht auch noch an. Davor gilt es aber noch 2 böse Klausuren zu überstehen. Momentan wälze ich meinen überdimensionalen AmSt Reader und ärgere mich über eine Klausur, bei der man Texte anhand von einzelnen Passagen samt Autor und Titel wiedererkennen muss. Das einordnen in den historischen Kontext sehe ich ja noch ein, schließlich geht’s ja um Kultur und Geschichte Amerikas, aber das mit den Texten… Die kann ich ja gleich alle auswendig lernen.
Generell fällt mir beim Bachelor immer mehr auf, dass es nicht darum geht, irgendetwas zu können oder zu begreifen. Mit auswendig lernen kommt man gut durch. Meistens braucht man das sowieso, ohne geht’s gar nicht. Vor allem in Anglistik. Ich erinnere mich an die Zeit, bevor ich gebloggt habe (ja, die gabs), als ich 600 Antworten auf gestellte Fragen zur britischen Kultur, Geographie, Geschichte, Landeskunde, etc. auswendig lernen musste. Und da war’s nicht mal so, dass man uns die Antworten gegeben und gesagt hätte “So, und das lernt ihr jetzt mal schön auswendig” – nein, wir mussten auch erst mal die 600 Antworten herausfinden. Und dann auswendig lernen. Um dann 50 von den 600 in der Prüfung zu bekommen. Wohlgemerkt in der Prüfung, die absolut gar nichts zählt, sondern nur dazu dient, dass man zur eigentlichen Klausur (auf die man ja dann wieder lernen muss) überhaupt zugelassen wird. Da könnte ich mich heute noch tagelang darüber aufregen. Und das selbstverständlich alles noch während der Vorlesungszeit.
Die meisten meiner Freunde hier an der Uni, und auch der Liebste, haben noch Klausuren bis 21. August. Einundzwanzigster August! Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen. Da ist der Sommer vorbei, von den Ferien hat man auch nur noch die Hälfte. Da könnte ich eigentlich froh sein, dass ich kommenden Freitag, also noch im Juli, soweit fertig werde. Allerdings sind mir 5 Klausuren in 10 Tagen dann doch bisschen zu krass (ich weiß, könnte schlimmer kommen, manche Leute haben mehrere am Tag und so weiter, aber ich find’s so schon schlimm genug). Da hätte ich lieber 6 Wochen Zeit für meine 6 Prüfungen und die alle in der vorlesungsfreien Zeit, und nicht dann, wenn ich neben lernen auch noch jeden Tag in die Uni muss.
Aber genug gejammert für heute. Ich versuche auch nur noch ein bisschen Zeit zu vertrödeln um den Liebsten moralisch zu unterstützen. Der schreibt nämlich morgen Klausur lernt noch, da will ich nicht um halb 11 schon sagen “mir reichts für heute, ich geh schlafen, lern du ruhig noch stundenlang weiter”. Ich weiß, alle Welt hasst ewiglange Blogposts, und ich auch. Dieser hier sogar so lang, dass ich ihn nicht nochmal durchlesen will. Ich verlasse mich jetzt ganz auf meine Rechtschreib-& Tippfähigkeit. Wer Fehler findet, darf sie behalten.
Der Titel dieses Posts ist übrigens mein derzeitiges Lieblingswort in Anbetracht des Grauens. Je nach Ausmaß der akuten Genervtheit mit beliebig vielen as.
Und falls mir irgendjemand von euch nicht bei Twitter folgt (und weil ich weiß, dass die Leute, die sich nicht überwinden konnten dieses ewig lange Geschwafel durchzulesen froh sein werden über ein kleines Bildchen, da braucht man nämlich nicht viel lesen und nur gucken), das war lustig heute:
























28.07.2009 um 23:28
Liebe Lernm3ckerer, Ihr stellt ja das komplette universitäre System in Frage! Und womit???
…mit Recht.