nah & fern



Manchmal, da denkt man, man kennt einen Menschen und dann kommt’s ganz anders. Man denkt, man kennt ihn richtig gut, und auch schon lang. Man denkt, man redet über alles, vertraut einander und hat sich sehr gern. Und dann merkt man, dass der Mensch gar nicht so ist, wie man dachte. Dass einen eigentlich nicht so viel verbindet, und man wundert sich, warum man sich eigentlich mal so gut verstanden hat. Man hat das Gefühl, den anderen überhaupt nicht zu kennen. Und das nur, weil man plötzlich mehr über diesen Menschen weiß. Weil man plötzlich mehr weiß, als man sollte und wollte. Und man fragt sich nur: Wie konnte das passieren? Wie konnte man sich so voneinander entfernen? Wo ist das Vertrauen hin, die Vertrautheit? Warum hat man nichts gemerkt und warum verdammt nochmal hat er nicht mit einem geredet? Warum tut er es immer noch nicht? Dieser Mensch, der einem so unglaublich nah war. Und doch irgendwie so unerträglich weit entfernt.

Veröffentlicht am 07.09.2009 um 14:45 unter deprimiertes, erlebtes, gedachtes, gefragtes, gefühltes. Du kannst die Kommentare als RSS-Feed abonnieren. Hinterlasse einen Kommentar oder einen Trackback von deinem Blog.

7 Kommentare zu “nah & fern”

  1. mandarine_one sagt:

    excactly die situation bei meiner letzen freundin. man denkt wenn was is redet man miteinander und plötzlich verschließt sie sich und sagt gar nichts mehr. blockt ab und plötzlich von einem auf den anderen tag will sie ihr “leben alleine leben”…
    “the space between us, scares the shit out of me” hab ich mir da nur gedacht.

  2. Lola Frauenplausch sagt:

    Das kommt mir bekannt vor. Diese Fragen habe ich mir im letzten Jahr ein paar Mal gestellt. Eine Antwort habe ich nie gefunden.

  3. Dany sagt:

    Diese Situation hatte ich auch öfter.
    Nur nebenbei, echt toll geschrieben. :)

  4. Steve sagt:

    Eine Frage die wohl in jeder Freundschaft und in jeder Beziehung mind. einmal auftaucht.

    Die Schwierigkeit aus meiner Sicht ist es, dass es sich – sei es Freundschaft oder Liebe – um zwei Personen handelt, dies nicht zwangsläufig gleich schnell/langsam und auch nicht zwingend in die gleiche Richtung entwickeln.

    Am Anfang einer Beziehung z.B. sind sich beide “fremd”, alles ist neu und aufregend und durch dieses Verliebsheitsgefühl blendet man bestimmte Dinge auch schneler aus, die einen sonst stören würden wenn man nicht “liebesbetäubt” wäre… :-)

    Leider reden eben nicht alle Menschen über ihre Gedanken und Emotionen sondern machen viel mit sich selbst aus. Manchmal kann man dies mit eigener Aktivität ändern indem man Veränderungen in der Freundschaft/Liebe anspricht. Manchmal muss es jedoch auch leider so hinnehmen… so schwer es fällt…

  5. Steve sagt:

    ergänzend hoffe ich natürlich ganz arg, dass es sich bei der von Dir angesprochenen Person NICHT um Deinem “Schnuck” handelt… :-)

    Wahrscheinlich war es nur allgemein in den Raum gestellt…gell?

  6. m4ki sagt:

    @Steve: Das mit der Liebesbetäubung kannte ich bisher auch. Aber ich glaub, diesmal bin ich’s richtig angegangen, weil ich mich nicht sofort verliebt hab, sondern den Liebsten vorher sehr gut kannte. Er wusste was ich will und umgekehrt. Da gibt’s nichts zum Ausblenden, weil ich alles vorher schon wusste und mir klar war, ob ich damit leben kann oder nicht. Das ist wohl die optimalste Grundlage für eine Beziehung. Und hierbei ging’s selbstverständlich nicht um ihn :)

  7. Steve sagt:

    Also zunächst bin ja mal beruhigt, dass es hier nicht um Deinen Schatz geht… :-)

    Ohne Euch zu kennen glaube ich Dir das was Du geschrieben hast. Es wirkt sehr vertraut und stimmig! Und hierzu kann man Dich auch nur beglückwünschen! ;-)

Schreib was - ich freu mich drüber!

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