Archiv von November 2009

 

Irrer Mittwoch

25.11.2009

Heute, 14 Uhr. Ein Hörsaal fern meiner gewohnten Umgebung, irgendwo im Biologie-Gebäude. Ich kämpfe mit der Müdigkeit Langeweile, denn die ist Schuld, dass ich kaum die Augen offen halten kann. 3 Stunden Seminar sind hardcore. 3 Stunden diesem Dozenten zuhören ist Selbstmord. Aber zum Glück redet er nicht die 3 Stunden lang durch, weil zwischendrin immer wieder Momente sind, in denen er einfach minutenlang in seinem Grammatikbuch blättert und alle darauf warten, dass er etwas sagt. Der Dozent ist so langsam schnarchnasig ungewöhnlich, dass nach der ersten Kursstunde die Hälfte der Leute nie mehr erschienen ist. Somit sind wir eigentlich noch 8, aber jedes Mal fehlen 2-3. Also sitzen wir zu 6. in diesem Seminar und alle 5 Minuten sagt er “Ines” und will eine Antwort auf eine Frage, bei der ich ihm nicht zugehört habe. Das ist wirklich eine Qual. Aber zuhören geht einfach nicht, weil dieser Dozent selbst die interessantesten Themen so stinklangweilig gestaltet. Irgendwann kommt dann jede Woche der Moment, an dem man nicht mehr weiß, wie man sich ablenken soll, weil man das Gefühl hat, man hätte schon alles durchgedacht. Und wenn man dann soweit ist, dass einem die Gedanken ausgehen, dann hat man verloren. Denn dann muss man zuhören, wie der etwa 50-jährige Dozent denkt, uns jungen Studenten ernsthaft Dinge über Blogs und Modern Media beibringen zu können.

Eigentlich würde ich jetzt noch mehr oder zumindest noch einen Abschlussatz oder sowas schreiben, aber ich befürchte, Dave bringt gleich Susan und den Kleinen um, wenn Mike sie nicht rechtzeitig erwischt, darum muss ich jetzt dringend weiter Desperate Housewives schauen :)

morgens

23.11.2009

Im Bett ist es warm. Sein Arm ist um mich gelegt. Der Wecker klingelt zum wiederholten Mal. Ich drehe mich um, versuche wegzuhören. Ich spüre seine Haut auf meiner, kuschle mich in seine Arme. Es ist so wunderbar, mit ihm aufzuwachen.
Die Nacht war sehr kurz. Nach einem tollen Abend verging die Nacht wie im Flug. Schon ist es Morgen und eine neue Woche beginnt. Am Wochenende haben wir jeden Tag ausgeschlafen, sind bis Nachmittag im Bett geblieben. Nur leider 75 Kilometer voneinander entfernt. Keine warme Geborgenheit. Kein Arm, der sich schützend um mich gelegt hat. Kein Mann, dem ich beim Aufwachen in die Augen sehen konnte.
Heute ist er da und ich habe das alles. Nur keine Zeit, es zu genießen. Es ist schon spät, ich hätte längst aufstehen sollen. Aber ich kann mich nicht losreißen. Zu verlockend ist der Gedanke, liegen zu bleiben. Zu kalt ist es außerhalb der Bettdecke. Zu früh am Morgen. Es ist sehr schwer, montags um halb 6 aufzustehen und ihn im Bett zurückzulassen. Nein, es ist beinahe unmöglich. Ich muss stark sein und aufstehen. Schnell, ohne zu zögern.
Morgens aufstehen ist wie ein Pflaster abzureißen. Wenn man es schnell macht, ist es zwar hart, aber gleich überstanden. Wenn man es hingegen langsam macht, quält man sich genauso, es hängt einem aber den ganzen Tag nach. Heute war ich schwach und habe mich für die langsame, qualvolle Variante entschieden. Für noch 5 Minuten kuscheln habe ich den ganzen Tag geopfert.
Aber die 5 Minuten waren’s wert.

Grammatikfreak

22.11.2009

Ich bin kein Ordnungsfreak oder so. Aber ich habe in den letzten Wochen bei meinem Verhalten die Tendenz erkennen müssen, dass ich immer öfter im Kopf Grammatik-, Rechtschreib- und Interpunktionsfehler anderer ausbessere. Ich werde 12 Stunden die Woche dafür bezahlt eben dies zu tun und ich bin so daran gewöhnt, dass ich es nicht mehr abstellen kann. Das ist gerade im Internet schwer, weil da sehr viele Leute nicht auf Richtigkeit achten. Weil’s schnell gehen muss, weil sie’s nicht besser wissen, oder in den meisten Fällen wahrscheinlich, weil’s ihnen einfach egal ist.
Aber ich kann kaum noch etwas lesen ohne es heimlich zu korrigieren. Wie kann man das abstellen? Wenn ich einen Blogeintrag lese, will ich mir nicht denken “dass schreibt man aber schon mit 2 s“. Wenn der Liebste mir ne Nachricht schickt, will ich nicht denken “Ah, da fehlt ein Komma”. Das ist krank und total psycho. Ich bin ein Freak und brauche Hilfe.

Nachtangsthase

22.11.2009

Warum hat man eigentlich mehr Angst, nachdem man einen Horrorfilm gesehen hat? Warum konnte ich nach Harper’s Island fast nie gut schlafen? Warum bilde ich mir jetzt nach dem grusligen Film irgendwelche Geräusche ein (sollte das mein letzter Post sein, wisst ihr zumindest, dass was dran war an den ominösen Geräuschen)? Ist es, weil ich ein Angsthase bin? Wie stehen denn die Chancen, wenn man überfallen/ermordet/entführt oder sonst wie angegriffen wird, dass das dann genau an einem Abend passiert, an dem man einen Horrorfilm gesehen hat? Denkbar schlecht, will ich meinen.

Aber wer kennt es nicht? Da ist das Nervenkostüm dann so angespannt, dass man nen halben Herzinfarkt kriegt, wenn das Handy vibriert oder wenn man plötzlich die Waschmaschine hört. Und dann liegt man wach und denkt sich “wie bescheuert”, kann aber das Licht nicht ausmachen. So war das früher nach jedem grusligen Film. Und heute bin ich schon wieder so angespannt. Aber ich trau mich jetzt ins Bad und mache danach im Bett mutig das Licht aus. Drückt mir die Daumen, dass sich nicht grad heute jemand im Schrank versteckt. Ich würd’s ihm nämlich nicht glauben. Gute Nacht.

Die Allwissende?

21.11.2009

Wiedermal häuft sich der Unsinn, über den Leute von Google zu mir geschickt werden. Ich weiß, ich sehe kompetent aus und bin hilfsbereit, aber bei allem was recht ist, mit Antworten auf alle Fragen kann selbst ich nicht dienen.

“und rein damit”
Wer googelt sowas? Warum googelt man sowas? Was erhofft man sich zu finden? Will ich’s überhaupt wissen? Und WARUM landet man da auf meiner Seite? oO
(die Antwort gibt’s hier)

nachbarn sind vom dröhnen meiner bässe genervt
Bei mir ist das umgekehrt. Ich bin die, die genervt ist. Aber nicht von den Bässen, sondern von den Trampolinen.

schwestern pissen sich gegenseitig voll
Dazu werde ich mich nicht äußern. Das ist nicht nur abwegig, sondern auch abartig. Ich “pisse” niemanden voll. Es sei denn, er wird von einer Qualle angefallen, dann hilft das, hab ich gehört. Vielleicht kommt als nächstes jemand mit dem Suchbegriff “Quallenangriff” hierher… Aber helfen kann ich da auch nicht. Und das geht auch irgendwie am Thema vorbei. Streichen wir das besser wieder…

pierre baigorry freundin
Schade. Ich bin’s nicht. Er ist auch verheiratet, soweit ich weiß.

armband nach 2 monaten zu früh? beziehung
Liebe Männer. Schmuck ist nie zu früh. Niemals. Zumindest kein Armband. Über einen Ring könnte man sich streiten, aber ein Armband ist unverfänglich. Genauso wie Ketten, Ohrringe und ähnliches.

bilder von frauen in sexy uniformen
Harr harr. Ich hätte mich damals doch in meinem sexy Milchprüfringskittel fotografieren sollen. Oder in der erotischen Latzhose bei Audi. Das wären zumindest sexy Arbeitsuniformen. Aber vielleicht leiht mir der Liebste mal seine Rettungsdienst-Uniform, dann mach ich Fotos, versprochen.