Nähe, du zweischneidiges Schwert



Kann man jemandem zu nah sein?

Ich dachte früher, Nähe hätte nur gute Seiten. Ich dachte, Nähe stünde für die Qualität einer Beziehung. Dabei ist Nähe nicht nur nicht alles, sondern es kann auch schwer sein, damit umzugehen. Nähe macht verletzlich. Je näher man sich ist, desto mehr öffnet man sich dem anderen. Und desto mehr gibt man seinen Schutz auf. Es erinnert an Nacktsein, man kann nichts verstecken und gibt alles von sich preis. Die tiefsten Gefühle, die schlimmsten Ängste. Wie man wirklich ist. Es lässt sich nicht vermeiden, wenn man wahre Nähe spüren will. Das Problem ist nur, dass man sich so angreifbar vielleicht manchmal auf zu dünnes Eis begibt.

Veröffentlicht am 14.01.2010 um 23:57 unter gedachtes, gefragtes, gefühltes, in kürze. Du kannst die Kommentare als RSS-Feed abonnieren. Hinterlasse einen Kommentar oder einen Trackback von deinem Blog.

2 Kommentare zu “Nähe, du zweischneidiges Schwert”

  1. Alex sagt:

    Ohne Vertrauen zu schenken, kann man kein Vertrauen ernten.

  2. Steve sagt:

    Das ist ja die Crux mit der Liebe. Sich nah zu sein, sich zu öffnen und Vertrauen aufzubauen und zu halten ist nicht leicht… aber es lohnt sich! Auch und gerade wenn man hier vielleicht schon eher schlechte Erfahrungen gemacht hat… :yes:

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