Was ist die Mehrzahl von Zuhause? Zuhausen? Kann man überhaupt mehrere Zuhausen haben? Oder ist und bleibt das eine das Zuhause und das andere ist mehr eine zweckmäßige Unterkunft?
Ich weiß nicht, warum, aber in diesem Frühjahr fühle ich mich “daheim” mehr als Gast als wirklich “zuhause”. Vielleicht, weil ich im vergangenen Semester kaum dort war. Mein Leben hat sich völlig verlagert, nicht zuletzt wegen diesem einen Mann, der eben hier ist. Allein schon die Differenzierung zwischen hier und dort, bei der hier in 95% der Fälle Regensburg ist, macht mir deutlich, wo mein Leben ist.
Daheim ist es schön. Daheim in der Hallertau, wo es ruhig ist, wo nicht so viel los ist, wo man sich kennt. Das ist schön. Ich fühle mich wohl dort, aber dieses Gefühl war schon viel, viel stärker.
Ich wollte Fotos machen, die letzten Tage. Von meiner Heimat. Ich wollte euch zeigen, was so schön dort ist, warum ich es so mag. Aber der einzige Tag der letzten Woche, als ich Zeit dafür gehabt hätte, war gestern, und da habe ich mich dann doch dafür entschieden, meinen Schlafanzug nicht zu verlassen.
Hier in Regensburg ist alles anders. Ich bin öfter allein, und ich habe nicht das Gefühl, mich dafür rechtfertigen zu müssen. Ich kann kommen und gehen wann und wohin ich will. Ich brauche nicht viel Rücksicht nehmen. Ich esse was und wann ich will, ich kaufe ein, ich lasse meine Klamotten tagelang im ganzen Zimmer verstreut liegen, wenn ich das will. Wenn ich meine Ruhe will, stört mich niemand. Und wenn ich Gesellschaft will, ist auch meistens jemand da. Jetzt sind wir dann vier. Vier beste Freundinnen, vereint am gleichen Ort, im gleichen Wohnheim.
Natürlich kann man zwei Zuhausen haben. Man kann sich hier wohlfühlen und dort. Ich frage mich aber, ob ich mich daheim jemals wieder so fühlen würde, wie damals, als ich das zweite Zuhause noch nicht hatte.























30.03.2010 um 00:37
Vielleicht bist du auch einfach hier bei mir daheim und in der Hallertau Zuhause
? 
Wichtig ist immer, wo man sich im Moment wohl fühlt.
30.03.2010 um 10:28
Home is where your heart is
Dass sich dieses “Zuhause”-Gefühl verlagert, oder auch mal an zwei/mehreren Orten gefühlt werden kann…das ist doch normal. Ich glaube, da muss jeder mal durch.
30.03.2010 um 11:51
…Ich meine zu wissen wovon du sprichst. Ich habe bisher ab meiner Jugend das Elternhaus schon über längere Zeit verlasen, obwohl es mir da an nichts gemangelt hat und man sich eben heimisch fühlte.
Seit meinem 15.Lebensjahr pendel ich allerdings immer von dem Elternhaus zur Wohnung des derzeitigen Freundes. Ich bin viel unterwegs, sehe meine Eltern nur selten…und jetzt wo bei uns Zuhause alle drei Geschwister ausgezogen sind, haben meine Eltern und ich ein ganzes Haus für uns alleine. …Da hat man dann schon genug Ruhe…und wenn ich wieder Action brauche, was sehr oft der Fall ist, dann geh ich zur Uni mich mit Freunden treffen, zu Freunden nach Hause oder zu meinem Freund, wo ich dann tagelang nächtigen kann…ich fühle mich ungebunden und frei….genau das ist es was ich will. Aber über die Frage wo mein zuhause ist habe ich mich noch nie gesorgt.
“Home is where your heart is”…einfach da wo man sich gerade wohl fühlt, auch wenn die “location” variieren kann;-)
Gruß,
Franka
30.03.2010 um 21:01
Ich hab auch zwei “zuhausen”. und ich fühl mich mal hier richtig wohl, mal dort. Ist normal denke ich, wenn man studieren geht.
02.04.2010 um 15:16
Aufgrund einer Änderung an meiner Blogadresse, wurden alle Leser entfernt (sie sind zwar noch zu sehen, aber bei neuen Beiträgen, werden die “Verfolger” nicht informiert. Also wenn du weiterhin meinen Blog verfolgen möchtest, würde ich mich sehr freuen:)Ich hoffe ich habe dich hiermit nicht genervt.^^
mermea.blogspot.com
Liebe Grüße, Merrimeable.