Qualitätstiger



Die erste Uniwoche ist vorbei. Seit Montag Morgen hab ich meinen Stundenplan noch weitere 16x umgeworfen und neu gemacht. Von gut ist er immer noch weit entfernt. Da findet man mal ein Seminar, in dem es um Quality TV geht, und in dem man Serien von den Sopranos, über Emergency Room, 24, Lost, bis hin zu Scrubs schaut – und dann kann man’s nicht nehmen, weil’s einfach zu viel wird in diesem Semester. Ich hab letztes Semester schon das YouTube-Seminar verpasst, und jetzt das auch noch. Wetten nächstes Semester gibt es dann nur Mist zum belegen? Immerhin hab ich die beiden tollen Vorlesungen Mediengeschichte und Medientheorie. Und wo wir schon gerade beim Thema sind:

Dienstag Morgen, halb 11. Der Dozent erzählt uns von Literatur zur Mediengeschichte und sagt dann “Ja und ein gutes Beispiel ist da die Große Medienchronik von Hiebel, die hat um die 1.000 Seiten und Ziel dieser Vorlesung ist es natürlich, dass Sie bis zum Ende des Semesters für die Klausur dann alles aus diesem Buch wissen.” Und dann, ein paar Sekunden später sagt er ganz trocken “Das war natürlich ein Scherz”. Schön und gut, aber das schlimme daran ist: Niemand ist erschrocken. Niemand war entsetzt oder hat panisch zu tuscheln angefangen, wie es sicher im ersten Semester der Fall gewesen wäre. Weil sich jeder inzwischen damit abgefunden hat, dass das geforderte Arbeitspensum an der Uni so überdimensioniert ist, dass alles zu spät ist. Das ist schon traurig, dass man uns mit sowas nicht mal mehr erschrecken kann…

Ansonsten muss ich dringend aufräumen, ich hatte nämlich jeden Tag so viel zu tun, dass ich dafür null Zeit hatte. Ich habe mein Sportpensum soweit erfüllt, war nochmal Tennis spielen, joggen und in Tigerobics an der Uni. Wer sich fragt, was das ist, dem sage ich: So genau weiß ich’s nicht. Soll wohl eine Mischung aus Tai Chi und Aerobic sein. War jedenfalls anstrengend und der Muskelkater wird mich morgen im Training quälen. Dienstag waren wir bei einer der Semesteranfangspartys, mussten aber am nächsten Tag früh aufstehen, also sind wir relativ früh wieder heim. Wir sind ja keine 20 mehr…

Veröffentlicht am 22.04.2010 um 20:42 unter alltägliches, erlebtes, gedachtes, studium. Du kannst die Kommentare als RSS-Feed abonnieren. Hinterlasse einen Kommentar oder einen Trackback von deinem Blog.

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