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Archiv für die Kategorie ‘erlebtes’

“Ein Bild sagt mehr als tausend Worte”

2. September 2010 1 Kommentar

So, die letzten Tage war ich so faul, dass ich nicht mal ordentlich zum chillen gekommen bin. Darum folgt heute erst ein erster kleiner Urlaubsbericht: Es war traumhaft schön, ganz ehrlich. Es war die totale Entspannung, Sommer, Sonne, Strand, Meerblick vom Hotelzimmer aus,… Ich fange mal mit Fotos an:

Hotel El Cid, Can Pastilla:

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Unser Zimmer (520):
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Zugegeben, die Einrichtung ist modisch gesehen nicht unbedingt die aktuellste ;)
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Ein riesiger Kleiderschrank (zwei Drittel waren nur für mich <3)
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Badezimmer (sehr sauber):
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geräumiger Balkon:
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Aussicht vom Balkon aus :) Direkter Meerblick

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Wie man sehen kann, mussten wir nur eine kleine Straße zum Strand überqueren. Der Strand war sauber (nachdem ein Müllfahrzeug jeden Morgen alles aufgesammelt hat, was rumgelegen ist) und nicht überfüllt. Zwei Liegen plus Schirm (Mallorca-Sonne ist grausam, ich häute mich immer noch) kosteten 9,80 pro Tag, also weniger als beispielsweise häufig in Italien. Wir hatten jeden Tag über 30 Grad und das Meer war auch angenehm warm.

Demnächst folgen Fotos aus dem “besten Aquarium Europas”, meine kleine Shoppingausbeute und Sightseeing-Bilder aus Palma.

Wer einen genauen Bericht zum Hotel will, findet ihn hier beim Liebsten.

Ted spielt keine Spielchen

21. August 2010 1 Kommentar

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Ich will keine Spielchen spielen. Je länger ich How I Met Your Mother schaue, desto mehr fällt mir auf, dass ich wie Ted bin. Ewig auf der Suche nach der großen Liebe und der festen Überzeugung, dass da draußen irgendwo ein Mensch ist, mit dem man perfekt zusammen passt. Ted Mosby will keine Spielchen spielen. Er will nicht drei Tage warten, bis er sich nach dem Kennenlernen bei der Vielleicht-Richtigen meldet. Diese kleinen Regeln, die man beachten sollte, wenn man will, dass es was wird. Völlig bescheuert, wenn ihr mich fragt. Als ich den Liebsten kennengelernt habe, war gar nichts nach Plan. Ich habe keine drei Tage gewartet, er auch nicht. Wir haben offen geredet und noch heute kaum keine Geheimnisse voreinander. Nichts mit “geheimnisvoll bleiben, wenn man interessant sein will”. Nichts mit “Wenn ich ihm das jetzt erzähle, hält er mich für völlig bescheuert”. Na und, dann ist’s halt so. Gedanken, Gefühle, Ängste – auch wenn sie noch so unbegründet, kindisch und irrational sind – wir teilen sie. Ich will keine Geheimnisse mehr, ich will alles teilen. Und er findet mich deswegen nicht weniger anziehend – eher im Gegenteil.

Auch ich hab diese “Melde dich nicht zu oft bei ihm”, “Lass ihn sich zuerst melden”, “Leg am Telefon immer als erstes auf”, “Geh beim ersten Date nicht ins Kino” Ratschläge gehört. Auch ich hab mich in jüngeren Jahren daran gehalten – und gebracht hat’s auch nichts. Später, wenn man dann mit jemandem zusammen ist und über das Kennenlernen spricht, fallen oftmals Sätze wie “Ich fand dich ja damals schon toll, aber ich hab mich nicht getraut dir das zu sagen” oder “An diesem Abend wollte ich dich so gern küssen aber ich war zu schüchtern”. Und dann merkt man, dem anderen ging’s genauso und man fragt sich, in wie vielen Situationen es alles ändern hätte können, wenn man über bescheuerte “Regeln” hinweggesehen hätte und sich einfach getraut hätte zu fragen.

Vielleicht macht’s die Ehrlichkeit ein bisschen weniger spannend. Das Nicht-Wissen woran man ist, ist am Anfang immer aufregend. Man muss ja nicht gleich wie Ted beim ersten Date “Ich liebe Dich” sagen, nur weil es einem durch den Kopf geht. Aber er war aufrichtig und ehrlich, und wenn man seine Geschichte als Ganzes betrachtet, war es wahrscheinlich das beste, was er hätte tun können. Schließlich hat er so letztendlich über viele Umwege am Ende die Richtige gefunden.

Der Mann für alle Fälle

19. August 2010 1 Kommentar

Fühl dich sicher – schlaf mit einem Sanitäter, rät eine StudiVZ-Gruppe. Ich hatte letzte Nacht, bzw. heute Morgen um 7 Uhr den schlimmsten Wadenkrampf der Weltgeschichte. Ich hatte mich schon damit abgefunden, innerhalb der nächsten zwei Minuten elendig zu krepieren, als der Liebste von meinen Schmerzensschreien geweckt wurde, sich aufsetzte und meinen Fuß gegendehnte. Ohne ihn würde ich mich jetzt vermutlich noch vor Qualen winden, denn auch mit ihm hat’s schon zehn Minuten gedauert, bis die Muskeln sich wieder entspannt hatten. Er hat mir heute sozusagen das Leben gerettet. Und ich weiß wiedermal, wie praktisch es ist, einen Sanitäter an meiner Seite zu haben. Hoffen wir nur, dass sich sein Ehrenamt bei der Wasserwacht im Urlaub nicht auch noch bezahlt macht ;)

Vom Wegschauen

18. August 2010 4 Kommentare

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Was in unserer Gesellschaft sehr weit verbreitet ist – ich ertappe mich selbst auch immer wieder dabei – ist das Phänomen des Wegschauens. Dabei rede ich jetzt nicht von wirklich kritischen Situationen, wie beispielsweise solchen, wo Zivilcourage angesagt wäre, aber viele Leute wegschauen. Nein, darüber habe ich letztens in der Uni erst einen Vortrag gehalten und im Fernsehen ist es auch oft genug.

Was ich meine, sind einfache, kleine Situationen im Alltag, denen man zu entkommen versucht, indem man einfach nicht hinschaut. Das Monster unterm Bett zum Beispiel. Das klappt schon im Kindesalter – unter der Bettdecke verstecken und gut ist’s, denn wenn ich das Monster nicht sehe, sieht es mich auch nicht. Ein anderes Beispiel wäre der Zeuge Jehovas in der Fußgängerzone. Fast jede Woche, wenn ich zur Arbeit gehe, steht er da, vor dem McDonald’s in der Maxstraße, mit dem “Wachturm” in der Hand. Nur nicht hinschauen! Wenn man ihm erstmal in die Augen schaut, ist man verloren. Denn dann spricht er einen direkt an, und es ist viel schwerer dann lächelnd vorbei zu gehen und seine Worte zu ignorieren als wenn er allen Menschen im Umfeld lautstark die Güte Gottes verkündet.

Oder Tierschützer. Nichts gegen Tierschützer, die sind gut und ich hab ja nichts gegen Tiere. Aber oft sind sie ganz schön aufdringlich. Da hab ich mich neulich erst überreden lassen, für Hunde oder Elefanten oder Nacktschnecken zu unterschreiben – ich weiß gar nicht mehr, welche Tiere der nette junge Mann mir aufgezählt hat, weil ich mich so darüber geärgert habe, dass ich zu ihm hingeschaut habe und so in seine Falle getappt bin. Jedenfalls wollte er mir dann noch einen Hundewelpen andrehen – einen ganz süßen, laut dem Foto – der in einem Tierheim unter ganz miserablen Bedingungen leben muss, und da dachte ich mir, aus der Sache komm ich ganz leicht raus, da muss ich nicht mal lügen. Ich erzähle ihm also, dass ich in meiner Wohnung leider leider keine Haustiere halten darf und dann sagt er Nein nein, es geht ihm gar nicht darum, dass ich den Hund zu mir nehme, ich soll nur eine Patenschaft abschließen. Da hab ich dann also einen Hund, für den ich bezahle und den ich auf dem Foto anschauen kann, aber den ich dann nicht mal streicheln kann?! Da geht für mich irgendwie jeglicher Reiz eines Haustiers verloren. Ich weiß, alle Tierschützer unter euch werden jetzt aufschreien und mich verteufeln, aber ich will ja auch was von einem Haustier haben, da bin ich durchaus egoistisch. Lebensgemeinschaften beruhen nunmal auf Gegenseitigkeit.

Ich bin inzwischen so weit mit meiner Wegschau-Mentalität (es ist nicht meine Schuld, man wird im täglichen Leben quasi dazu gezwungen!), dass ich alles dankend ablehne, was man mir an öffentlichen Plätzen andrehen will. Letztens aber, da hatte ich es eilig auf dem Weg nach Hause, da standen junge Damen mit Flyern bewaffnet in der Fußgängerzone vor dem H&M herum – drei der vier hatten bereits junge Frauen in ein Gespräch verwickelt – und eine kam auf mich zu, stellte sich mir in den Weg und hielt mir den Flyer entgegen. Geübt wie ich bin, habe ich sie mit einem gekonnten Schritt zur Seite und einem höflichen Nein Danke umgangen (das ist das Gute an der ständigen und omnipräsenten Belästigung durch Werbezettelverteiler, Religionsanhänger und Tierfreunde – man lernt, schnell und effektiv weiterzugehen), als mir einige, schnelle Meter weiter bewusst wurde, was sie überhaupt gesagt hatte.

“Einen 10 Euro Gutschein für dich?” – Und alle so: Damn it…

Ich sollte…

12. August 2010 1 Kommentar

Ich sollte meine Abende viel öfter so verbringen wie heute. In Erinnerungen schwelgen. Planen, erzählen, lachen. Mir ist es egal, ob ich morgen müde bin, weil ich Frühschicht arbeite und wir uns ein klein wenig verratscht haben. Der Regen auf dem Heimweg und der unheimliche Weg waren mir auch egal. Ernsthaft, das war genau das richtige und es fühlt sich gut an. Einfach ausgezeichnet.