Bei meinem Nebenjob steht eine Vertragsverlängerung an. Unvorstellbar, dass ich jetzt schon ein halbes Jahr da arbeite. Mir kommt es vor, als wär’s erst gestern gewesen, als ich beim MPR stand und übermüdet auf sich drehende Milchproben gestarrt habe, als der Anruf mit der Zusage kam. Wie ich mich gefreut habe!
Klar, montags um 6 aufstehen ist nicht angenehm. Aber immerhin hat man ja dann um 10 doch schon 4 Stunden gearbeitet und irgendwie das Gefühl, so früh am Morgen schon einiges geschafft zu haben. Und ich habe echt nette Kollegen, da vergeht die Zeit auch immer recht schnell.
Ich muss sagen, dass ich’s wohl kaum besser treffen hätte können. Ich muss nicht körperlich arbeiten (obwohl die Augen schon manchmal brennen, wenn man nach einer kurzen Nacht 4 Stunden lang quasi ununterbrochen auf den Bildschirm starrt), es gibt kostenlosen Kaffee im Büro, fast immer Kuchen, Obst, Weißwürscht oder irgendwas anderes und ich bin immer top informiert. Das ist wirklich ganz neu für mich, ich war nämlich nie ein Fan von Nachrichten. Und jetzt weiß ich grob, welche Politiker zu welchen Parteien gehören, welche Städte in welchen Bundesländern liegen und welcher Star gerade mit wem im Bett war. Gut, auf die letzte Information könnte ich meistens gut verzichten. Und auf die ersten beiden eigentlich auch, aber ist doch ganz angenehm, sich ein wenig gebildeter zu fühlen.
Und vergessen wir mal nicht, dass ein Besuch beim dm doch gleich viel angenehmer wird, wenn man weiß, dass man die 5 (nagut, 15 25) Euro, die man ausgibt, auch wieder reinbekommt.
mitteilungsbedürftige