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Archiv für die Kategorie ‘erlebtes’

Glück im Spiel…?

7. März 2010 2 Kommentare

Glück im Spiel, Pech in der Liebe. So heißt das Sprichwort. Deswegen finde ich es nicht schlimm, hin und wieder bei irgendetwas zu verlieren. Zum Beispiel bei etlichen Gewinnspielen. Aber man kann auch beides haben.

Der Liebste hat schon mal über Munchkin berichtet. Das ist ein Kartenspiel, das wir ab und zu mit meiner Schwester und ihrem Freund spielen. Und ich finde es wunderbar, wie der Liebste und ich im Spiel miteinander umgehen. Wir bremsen uns gegenseitig aus. Wir schicken uns Monster auf den Hals und Doppelgänger und Kumpelmonster. Wir klauen einander Waffen, Rüstungen und verfluchen uns. Ja, wir beschimpfen uns regelrecht (und das nicht im metaphorischen Sinn!). Und nach dem Spiel gehen wir Hand in Hand nach Hause.

Ich gewinne. Immer.

Mein Lieblingsort

7. März 2010 3 Kommentare

Ich möchte an einem Gewinnspiel der Herzkirsche teilnehmen. Gefragt ist mein Lieblingsort.

Ich könnte da jetzt natürlich die ganze, wunderschöne Stadt London anführen.

london

Oder dieses Fleckchen in Paris, direkt vor dem Eiffelturm. Oder die eine Ausbuchtung auf der Pont Neuf, in der ich mit S. damals den billigen Wein getrunken habe, an diesem Abend, der so legendär endete.

Moi devant la Tour très belle

Oder New York. Den Times Square, den Broadway, Liberty Island.

ny

Viele schöne Fleckchen, wunderbare Orte, an die ich gern mal wieder möchte. Aber alle mit viel Anstrengung verbunden. Darum sage ich jetzt im Moment, gestresst und ausgelaugt vom ewigen Lernen: Das hier ist mein Lieblingsplatz:

couch

Meine kleine, rote Couch. Ich kann auf ihr lernen, schlafen (man möcht’s kaum glauben) und sie passt wie ein Wunder an jede Stelle meiner Wohnung, obwohl’s hier wirklich winzig ist. Sie hat einfach die perfekten Maße. Man kann sie ausziehen um darauf zu schlafen, oder einfach um es beim TV schauen bequemer zu haben. Da wird aus ihr nämlich ein richtiges Kuschellager. Im Notfall kann man sie auch super als Ablage für Klamotten benutzen. Man kann sie vollbröseln und Freunde Glühwein auf ihr verschütten lassen und sie ist immer noch wie neu. Sie ist meine Insel der Entspannung und immer wenn ich sie ansehe, denke ich an den Tag, als der Liebste und ich sie hier reingeschleppt haben. Und an den Tag, als ich sie mit meiner Mama zusammen beim Einkaufen entdeckt habe. Ich liebe diese Couch. Sie erinnert mich an schöne Abende, an gute Gespräche, an Freunde, an Familie, und andere geliebte Menschen. Und das beste ist: Ich kann immer zu ihr, wenn ich will. Ich muss nicht erst einen Flug buchen und ewig alles planen. Ich brauche nur einen kurzen Moment für mich und dann gibt es keinen Stress mehr.
Sie ist für mich gerade wirklich der schönste Ort der Welt.

Traumhaft?

7. März 2010 2 Kommentare

Kennt ihr diese Träume, in denen man einfach nicht fertig wird? Man träumt vom Verschlafen, dann schaut man auf die Uhr und die Zeit rennt, dabei hat man in einer halben Stunde einen wichtigen Termin und keine Chance, es noch rechtzeitig zu schaffen. Dann läuft man los und merkt unterwegs, dass man die dringenden Unterlagen vergessen hat, muss nochmal umkehren und beim zweiten Anlauf hat man immer noch Hausschuhe und keine Hose an.

Man träumt vom Urlaub, ja, Entspannung und Vorfreude und dann ist der Tag gekommen und fünf Minuten bevor man zum Flughafen fährt, fällt einem auf, dass man nicht mal Unterhosen eingepackt hat für die achtwöchige Reise durch’s australische Outback. Und dann beeilt man sich so und muss den Koffer noch mal umpacken und der Reisepartner sagt immer wieder “Mann, jetzt komm schon, wir müssen loooos!”. Und man beeilt sich und beeilt sich, aber je schneller man packt, desto mehr fällt einem ein, was man noch alles vergessen hat. Dann wacht man auf und ist gestresst und denkt sich “Oh Gott”.

Man träumt vom Lernen – ja, wen wundert das in der Prüfungszeit – und man träumt, dass die Klausur in ein paar Stunden ist, statt in ein paar Tagen, und dass man immer noch genauso wenig kann wie am Anfang. Dann versucht man panisch, sich noch irgendetwas ins Hirn zu pressen, was aber unter der Angst sowieso nicht möglich ist. Und dann wacht man auf, so wie ich, und setzt sich sofort an den Schreibtisch. Und hofft, dass man es im realen Leben noch rechtzeitig schafft.

lernen 1

Verlängerung

6. März 2010 2 Kommentare

Bei meinem Nebenjob steht eine Vertragsverlängerung an. Unvorstellbar, dass ich jetzt schon ein halbes Jahr da arbeite. Mir kommt es vor, als wär’s erst gestern gewesen, als ich beim MPR stand und übermüdet auf sich drehende Milchproben gestarrt habe, als der Anruf mit der Zusage kam. Wie ich mich gefreut habe!

Klar, montags um 6 aufstehen ist nicht angenehm. Aber immerhin hat man ja dann um 10 doch schon 4 Stunden gearbeitet und irgendwie das Gefühl, so früh am Morgen schon einiges geschafft zu haben. Und ich habe echt nette Kollegen, da vergeht die Zeit auch immer recht schnell.

Ich muss sagen, dass ich’s wohl kaum besser treffen hätte können. Ich muss nicht körperlich arbeiten (obwohl die Augen schon manchmal brennen, wenn man nach einer kurzen Nacht 4 Stunden lang quasi ununterbrochen auf den Bildschirm starrt), es gibt kostenlosen Kaffee im Büro, fast immer Kuchen, Obst, Weißwürscht oder irgendwas anderes und ich bin immer top informiert. Das ist wirklich ganz neu für mich, ich war nämlich nie ein Fan von Nachrichten. Und jetzt weiß ich grob, welche Politiker zu welchen Parteien gehören, welche Städte in welchen Bundesländern liegen und welcher Star gerade mit wem im Bett war. Gut, auf die letzte Information könnte ich meistens gut verzichten. Und auf die ersten beiden eigentlich auch, aber ist doch ganz angenehm, sich ein wenig gebildeter zu fühlen.

Und vergessen wir mal nicht, dass ein Besuch beim dm doch gleich viel angenehmer wird, wenn man weiß, dass man die 5 (nagut, 15 25) Euro, die man ausgibt, auch wieder reinbekommt.

Bodo Wartke singt Lieder die heissen wie Frauen

1. März 2010 1 Kommentar

So hat er gestern selbst sein neues Programm Noah war ein Archetyp beschrieben. Tatsächlich hatte Bodo Wartkes Auftritt im Audimax in Regensburg nicht ganz so viel mit dem Thema Noah zu tun, bis auf einige Tiergedichte :hihi: Die Akustik war leider nicht optimal, zumindest an unserem Platz nicht, aber nach der Pause hatte sich dieses Problem dann zum Glück erledigt.

Ich finde den Typen ja supersympathisch. Der Abend war für mich persönlich wirklich sehr lustig, ich hab viel gelacht, aber Bodo macht seine Scherze nicht auf die Mario Barth- oder Michael Mittermeier-Art (um den Vergleich meines Liebsten nochmal aufzugreifen), bei der andere – wahlweise Frauen – verarscht werden, sondern sehr stilvoll. Er macht ja auch kein richtiges Comedy, sondern eine durchaus amüsante, aber auch teilweise tiefgründige Kabarett-Show mit Musik und Gesang. Es waren lustige Lieder dabei, gesellschaftskritische (genau eins, nämlich dieses hier, haha) und sehr sehr romantische und gefühlvolle Lieder und Gedichte.

Als das Konzert dann nach guten 2 Stunden eigentlich schon vorbei war, hat Bodo noch eine gute halbe Stunde weitergespielt, unter anderem mit seinem vielleicht berühmtesten Liebeslied (für uns gab’s als Zusatzsprache noch klingonisch :hihi: )

Von mir gibt’s also definitiv eine Anschauempfehlung! Sofern ihr Humor habt, versteht sich ;)

Und als Abschluss noch mein Lieblingsgedicht:

Die Leute damals im Mittelalter
hatten echt voll keine Mittel, Alter.