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Archiv für die Kategorie ‘gefragtes’

and then she’d say, it’s ok

14. August 2010 Keine Kommentare

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Menschen ändern sich, hast du gesagt. Ich denke kurz darüber nach und gebe dir recht. Du hast dich verändert, ich hab mich verändert. Ich hab mich so sehr verändert in den letzten Tagen, Wochen, Monaten, Jahren, dass ich mich manchmal frage, wer ich jetzt eigentlich bin.

Ändern sich alle Menschen?, frage ich mich. Wie sollen denn dann jemals zwei Menschen für immer und ewig zusammen passen? Die Chance, dass man sich auch nur in einem Moment in die gleiche Richtung entwickelt, wäre so lächerlich kein, dass ich ruckartig den Kopf schütteln muss. Andererseits, wie sollte man sich sonst im einen Moment so herzzerreißend nah sein und im nächsten so fern, dass es weh tut?

Ja, Menschen verändern sich. Zum Guten und zum Schlechten. Meistens beides auf einmal. Sprungweise, teilweise. Plötzlich sind da Welten, die früher nie da waren. Und die sich dazwischen schieben, als wäre es das normalste der Welt.

And then she’d say, it’s ok, I got lost on the way…

Haarige Sache?

25. Mai 2010 14 Kommentare

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Seit ich Haare habe, bin ich blond. Als Kind war ich naturblond, richtig schön hell. Mit der Zeit wurde das dann – wie es halt so läuft – immer dunkler und in mein Straßenkötermittelblond hab ich mir mit zwölf Jahren das erste Mal blonde Strähnchen machen lassen. Durch die Strähnchen wurde ich zusehends wieder heller und seit x Jahren nutze ich stinkende Chemie für ein schönes Goldblond. Das Problem ist nur immer der Ansatz, der so schnell nachwächst, dass ich’s gar nicht mitbekomme und irgendwann grüßt er wieder freundlich und lächelt mir aus dem Spiegel entgegen.

Also stelle ich mir seit Tagen Wochen die Frage, ob ich nicht einfach mal dunkler färben soll. Ich wäre gern offen für Neues, ich würde mich das nur zu gern trauen. Mein Favorit wäre ein schöner Karamellton, allerdings wäre mein Haaransatz dann vermutlich immer noch dunkler und ich wäre bei diesem Problem keinen Schritt weiter gekommen. Also noch ein bisschen dunkler, aber dafür bin ich wahrscheinlich zu blass. Zu den hellen Augenbrauen und Wimpern passt’s auch nicht, dann müsste ich die gleich mitfärben. Und wenn ich dunkel färbe oder auch nur töne und mir das nicht steht, werde ich mein Blond so wie es jetzt ist (und seit Jahren hingezüchtet wurde) nie mehr hinkriegen. Herrje, das ist echt eine haarige Angelegenheit!

Hat jemand Erfahrungen mit sowas? Macht braun wirklich noch blasser? Geht noch blasser überhaupt bei mir? :D Hier sind ein paar Fotos mit meinen gewohnten Haaren, kurz und lang. Habe hier auch zu Anschauungszwecken mal eben mit Photoshop schlecht über meinen Pony gemalt, aber ich denke man erkennt den Unterschied :hihi:


Ich weiß nicht, ob ich schon soweit bin und ob ich’s nicht ewig bereuen würde, wie damals als ich mir die Haare so kurz schneiden hab lassen. Andererseits will ich mich nicht die nächsten 20 Jahre fragen, wie es mir stehen würde ohne den Mut zu haben es auszuprobieren…

Will mir irgendjemand einen super Rat geben und die Schuld dann auch auf sich nehmen? Bitte :)

PS: Unabhängig von der Farbe geh ich am Samstag zum Friseur. Mal sehen ob ich mich bis dahin entscheiden kann, ob ich lieber wieder kürzer oder länger mit mehr oder weniger Pony will. Auch da bin ich offen für Anregungen ;)

man(n) beobachtet

4. April 2010 6 Kommentare

Ist es der Liebe wegen? Lassen sich deswegen Männer immer wieder in Situationen bringen, in denen sie nicht sein möchten und aus denen sie ohne emotional Verletze nur schwer wieder rauskommen, weil sie verliebt sind? Lassen sie sich zu Dingen überreden, die sie eigentlich gar nicht wollen, weil sie die Frau lieben, die diese Dinge von ihnen will und weil sie ihr so eine Freude machen wollen? Oder weil sie einfach wollen, dass sie endlich still ist?

Da sagt Mann schon mal Ja. Zum zusammenziehen. Zum heiraten. Zu Kindern. Und plötzlich, wenn es dann soweit ist, macht er einen Rückzieher. Kann Mann sich sowas nicht vorher überlegen? Ist es nicht leichter, vorher zu sagen “Du Schatz, ich bin noch nicht so weit”,  als dann zu versuchen, ihr zu erklären, warum sie seit einem halben Jahr allein in einer Wohnung für zwei wohnt? Warum er einen Monat vor der Hochzeit alles geplante absagt oder sie vor dem Altar stehen lässt? Warum er die Frau und das Kind panisch verlässt, weil er der vielen Verantwortung nicht gewachsen ist?

Liegt es in der biologischen Natur der Männer, dass sie ihre Freiheit wie ihr Leben verteidigen und es ihr größter Horror ist, auch nur ein kleines bisschen davon aufzugeben? Bloß nicht festlegen. Freiraum erhalten. Lieber erst Ja sagen, obwohl ein nachträgliches Nein noch hunderttausend Mal mehr weh tut, als gleich abzulehnen.

Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf. Ich denke mir, optimistisch wie ich bin – blauäugig und naiv werdet ihr es vielleicht nennen – dass mir das nicht passiert. Weil mein Mann anders ist. Weil er nicht panisch wird, wenn’s ernst wird und weil er mit mir redet. Ob ich recht habe, wird sich zeigen. Früher oder später.

Hier und dort

30. März 2010 5 Kommentare

Was ist die Mehrzahl von Zuhause? Zuhausen? Kann man überhaupt mehrere Zuhausen haben? Oder ist und bleibt das eine das Zuhause und das andere ist mehr eine zweckmäßige Unterkunft?

Ich weiß nicht, warum, aber in diesem Frühjahr fühle ich mich “daheim” mehr als Gast als wirklich “zuhause”. Vielleicht, weil ich im vergangenen Semester kaum dort war. Mein Leben hat sich völlig verlagert, nicht zuletzt wegen diesem einen Mann, der eben hier ist. Allein schon die Differenzierung zwischen hier und dort, bei der hier in 95% der Fälle Regensburg ist, macht mir deutlich, wo mein Leben ist.

Daheim ist es schön. Daheim in der Hallertau, wo es ruhig ist, wo nicht so viel los ist, wo man sich kennt. Das ist schön. Ich fühle mich wohl dort, aber dieses Gefühl war schon viel, viel stärker.

Ich wollte Fotos machen, die letzten Tage. Von meiner Heimat. Ich wollte euch zeigen, was so schön dort ist, warum ich es so mag. Aber der einzige Tag der letzten Woche, als ich Zeit dafür gehabt hätte, war gestern, und da habe ich mich dann doch dafür entschieden, meinen Schlafanzug nicht zu verlassen.

Hier in Regensburg ist alles anders. Ich bin öfter allein, und ich habe nicht das Gefühl, mich dafür rechtfertigen zu müssen. Ich kann kommen und gehen wann und wohin ich will. Ich brauche nicht viel Rücksicht nehmen. Ich esse was und wann ich will, ich kaufe ein, ich lasse meine Klamotten tagelang im ganzen Zimmer verstreut liegen, wenn ich das will. Wenn ich meine Ruhe will, stört mich niemand. Und wenn ich Gesellschaft will, ist auch meistens jemand da. Jetzt sind wir dann vier. Vier beste Freundinnen, vereint am gleichen Ort, im gleichen Wohnheim.

Natürlich kann man zwei Zuhausen haben. Man kann sich hier wohlfühlen und dort. Ich frage mich aber, ob ich mich daheim jemals wieder so fühlen würde, wie damals, als ich das zweite Zuhause noch nicht hatte.

Schlaflos in der Hallertau

29. März 2010 2 Kommentare

In Regensburg schlafe ich gut. Ich falle ins Bett, decke mich zu und reise sofort ins Land der Träume.

Hier liege ich im Bett, wach. Ich drehe mich, ich wälze mich, ich schüttle die Kissen auf, werfe immer wieder panisch einen Blick auf die Uhr, bis der Wecker klingelt, zu einer unchristlichen Uhrzeit, die mit einer 5 beginnt.

Und dann erwartet mich ein Tag voller Pläne. Eine Woche voller Pläne. Und ich wünsche mir nichts mehr als mich umdrehen und weiterschlafen zu können.

Warum klingelt der Wecker eigentlich immer dann, wenn man gerade so müde ist?