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Archiv für die Kategorie ‘genervtes’

gelöscht

2. August 2010 1 Kommentar

Da schreibt man etwas, und löscht es wieder. Und schreibt es um und löscht es erneut.

Ähnlich geht es mir auch bei der Seminararbeit. Wie immer fehlt’s am Schluss, da denke ich mir dann tagelang “der Schluss ist ja gleich geschrieben” und auch durch noch so langes Warten kommt mir keine grandiose Idee, also schreibe ich auf den letzten Drücker etwas wie eine kurze Zusammenfassung des bereits Gesagten. Irgendwann hat man dann einfach auch keinen Bock mehr. Mich nervt’s schon so sehr, dass ich das, was ich geschrieben habe, selbst nicht mehr sehen kann. Ich möchte es nicht noch einmal durchlesen, obwohl ich weiß, dass ich muss. Je öfter ich über meine Sätze husche, desto dilettantischer kommt mir die ganze Arbeit vor, schließlich weiß ich ja alles schon, was drinsteht.

Extremitäten

18. Juli 2010 3 Kommentare

Prüfungszeit ist immer eine sehr extreme Zeit. Bei mir gibt es da nichts normales. Wenig Schlaf, große Müdigkeit.

Ich räume tagelang nichts weg, die ganze Couch liegt voll mit Klamotten (oder ich ziehe mich ein, zwei Tage am Stück gar nicht um und lerne im Schlafanzug), dann kommt plötzlich ein Moment, in dem ich alles aufräume – aus Prokrastination auch alle Schränke und Schubladen.

Ich lerne und lerne. Es gibt kein “bisschen lernen” – entweder gar nicht oder volle Power. In der Prüfungszeit natürlich jeden Tag volle Power. Ich sollte aus Zeitgründen besser gar nicht schlafen.

Ich bin verzweifelt. Ich schreie, ich weine, ich bin schrecklich genervt. Man sollte mich besser nicht ansprechen. Ich hasse alle Menschen.

Ich werde richtig panisch, weil mir einfach die Zeit ausgeht. Oder die Zeit vergeht gar nicht. Wenn ich mir zum Beispiel vornehme, die nächste Pause erst in zwei Stunden zu machen.

Manchmal bin ich auch zuversichtlich. Und zwar so richtig, extrem. Dann denke ich alles ist easy. Ich mag die Menschen um mich herum. Ich fühle mich extrem verbunden mit allen, Leidensgenossen, Familie, Unterstützer. Ich bin glücklich über meine Freunde und den Liebsten.

Ich bin entweder völlig k.o. oder ich strotze vor Energie. Zeitweise will ich ins Bett, dann kann ich wieder nicht ruhig sitzen und bin so voller Tatendrang, dass ich richtig lang Laufen gehe. Danach bin ich wieder erledigt, müde, habe Zeit “verschwendet”. Abends kann ich nicht einschlafen.

Ich denke nicht, dass das jemals aufhören wird. Ich muss mich da noch x Semester durchschlagen, man lernt nicht dazu. Es ist jetzt nicht besser als im ersten Semester. Eher im Gegenteil – jetzt weiß ich nämlich, dass ich nie gut genug vorbereitet sein kann.

Qui dit étude dit travail

14. Juni 2010 Keine Kommentare

Ich komme momentan nicht viel zum Bloggen. Ach was, werdet ihr denken, und auch jetzt schreibe ich nicht viel. Aber ich kann erklären, warum das so ist. Mein Leben besteht zur Zeit aus einem Drittel Uni, einem Drittel Arbeit, einem Drittel Schlafen und Essen, einem Drittel Sport und zu einem weiteren Drittel aus Zeit mit dem Freund. Ja, ich weiß, dass das fünf Drittel sind, und deswegen bleibt auch einiges auf der Strecke. Ich habe nie genug Zeit irgendwas konzentriert und ohne Druck zu machen, kann mich nicht entspannen und werde nie fertig. So ist das und so wird’s auch vorerst bleiben. Danke, Leben, du kannst mich auch mal.

Et là tu te dis que c’est fini, car pire que ça ce serait la mort
Quand tu crois enfin que tu t’en sors, quand y en a plus et ben y en a encore…

Dieses eine Ziel

29. April 2010 Keine Kommentare

IMG_4618Es gibt da diese eine Hose. Eine Jeans, in meinem Kleiderschrank. Dunkelgrau, nicht besonders teuer und ungetragen. Ich liebe sie, sie gefällt mir total gut, aber – und das ist das tragische – ich passe nicht rein.

Das tückische an Jeans ist ja, wenn man sie passend kauft, werden sie mit dem Tragen weiter und wenn man sie eng kauft, bleiben sie für immer eng. Ich hab mir nie besonders viel daraus gemacht, mich für den Sommer bikinifit zu kriegen – ich bin wie ich bin und ich mag mich so. Das war auch nie wirklich ein Problem, aber diese eine Jeans… Die bringt mich noch um den Verstand. Ich hoffe jetzt einfach mal darauf, dass ich irgendwann, wenn ich oft genug im Unisport war (heute hab ich schon geschwänzt, aber verratet’s keinem!) auf wundersame Weise reinpasse. Es ist ja nicht mal so, dass ich sie nicht zukriegen würde (so irre bin ich dann auch nicht, dass ich mir Hosen kaufe, die ich nicht mal zubringe), aber es sieht halt einfach nicht besonders aus. Und gerade jetzt, wo diese Hose so perfekt zu meiner neuen Tasche und meinen neuen Schuhen passen würde, müsst ihr mir besonders die Daumen drücken, damit ich sie an einem der kommenden, wunderbaren Sommerabende bequem tragen kann. Ihr kriegt dann auch ein Foto ;) Und ich sollte jetzt am besten alle Schokoladenvorräte sofort vernichten, damit ich in Zukunft davon nichts mehr essen kann :hihi:

Wer zuerst lacht, lacht bald nicht mehr

19. April 2010 1 Kommentar

Ja, so optimistisch war er – mein Es geht voran-Artikel. Wie heißt es doch so schön? Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Zu früh gefreut.

“Alles wird anders nächstes Semester.” Von wegen, es geht nicht voran! Zumindest nicht so stark, wie ich gehofft hatte. Ich bin so frei und zitiere mich selbst:

Jedenfalls dürfen wir jetzt neuerdings auch noch kurz vor den Klausuren zurücktreten und ab nächstem Semester darf man uns auch nicht mehr nach 2x Fehlen aus dem Kurs werfen. Ich bin gespannt, was noch alles auf uns zukommt.

Naja. Wir können tatsächlich bis zwei Wochen vorher zurücktreten. Aber an der Anwesenheitspflicht hat sich gar nichts geändert. Wer dreimal nicht kommt, ist raus. Aus die Maus.

Ich kann’s nicht nachvollziehen. Wir sind alle erwachsen, und man sollte meinen, wir hätten als Studenten mehr Selbstbestimmung als zu Schulzeiten. Es sollte uns überlassen sein, in welchen Kurs wir gehen und bei welchem wir in der Anwesenheit nicht viel Sinn sehen. Bleibt nur weiter zu hoffen und geduldig weiter jeden Tag zu jeder Zeit anwesend sein…