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Artikel Tagged ‘arbeit’

Verlängerung

6. März 2010 2 Kommentare

Bei meinem Nebenjob steht eine Vertragsverlängerung an. Unvorstellbar, dass ich jetzt schon ein halbes Jahr da arbeite. Mir kommt es vor, als wär’s erst gestern gewesen, als ich beim MPR stand und übermüdet auf sich drehende Milchproben gestarrt habe, als der Anruf mit der Zusage kam. Wie ich mich gefreut habe!

Klar, montags um 6 aufstehen ist nicht angenehm. Aber immerhin hat man ja dann um 10 doch schon 4 Stunden gearbeitet und irgendwie das Gefühl, so früh am Morgen schon einiges geschafft zu haben. Und ich habe echt nette Kollegen, da vergeht die Zeit auch immer recht schnell.

Ich muss sagen, dass ich’s wohl kaum besser treffen hätte können. Ich muss nicht körperlich arbeiten (obwohl die Augen schon manchmal brennen, wenn man nach einer kurzen Nacht 4 Stunden lang quasi ununterbrochen auf den Bildschirm starrt), es gibt kostenlosen Kaffee im Büro, fast immer Kuchen, Obst, Weißwürscht oder irgendwas anderes und ich bin immer top informiert. Das ist wirklich ganz neu für mich, ich war nämlich nie ein Fan von Nachrichten. Und jetzt weiß ich grob, welche Politiker zu welchen Parteien gehören, welche Städte in welchen Bundesländern liegen und welcher Star gerade mit wem im Bett war. Gut, auf die letzte Information könnte ich meistens gut verzichten. Und auf die ersten beiden eigentlich auch, aber ist doch ganz angenehm, sich ein wenig gebildeter zu fühlen.

Und vergessen wir mal nicht, dass ein Besuch beim dm doch gleich viel angenehmer wird, wenn man weiß, dass man die 5 (nagut, 15 25) Euro, die man ausgibt, auch wieder reinbekommt.

Winterloch und Frühjahrsputz

6. Januar 2010 5 Kommentare

Das Internet langweilt mich zur Zeit. Auf Twitter ist nicht viel los und außer bei Franzi und Saripari gibt’s auch kaum was Neues im Feedreader (dafür von den beiden umso mehr, hehe). Ich hab’s vor ein paar Tagen geschafft, meinen Feedreader zu entrümpeln, hab wieder etliche Blogs entsorgt, endlich mal alles gelesen was mich interessiert und den Rest gelöscht. Jetzt ist aus den etwa 2.348 ungelesenen Beiträgen eine glatte Null geworden. Sobald was reinkommt, les ich’s und freu mich drauf, und ich glaube das ist auch der Sinn eines Feedreaders und nicht, dass man bei 5 Blogs täglich schaut und alle andern 1-2 Mal im Monat als gelesen markiert. Somit hab ich das nach einem Jahr auch endlich begriffen.

Gestern Abend hab ich gemerkt, dass ich mich den ganzen Tag über nicht angezogen habe und konnte mich also ohne umziehen wieder ins Bett legen. Das ist gammlig und faul, aber bequem. Und ich wüsste nicht, wofür ich mich anziehen sollte, wenn ich den halben Tag schlafe und die andere Hälfte mit am PC arbeiten, chillen und lernen verbringe. Es gibt auch niemanden, der plötzlich und unerwartet an meine Tür klopfen und mich dann so sehen könnte (alle meine Nachbarn haben mich schon zu unmöglichen Tageszeiten im Schlafanzug gesehen – eigentlich gibt’s also auch da schon nichts mehr, was mir noch peinlich sein könnte), weil einfach keiner hier ist. Das ist ziemlich angenehm, es ist endlich mal ruhig und ich habe das Gefühl, dass ich so laut Musik hören könnte, wie ich möchte, wenn ich denn wollte.

Ich werde heute aufräumen und putzen und lernen, weil’s bitter nötig ist und weil ich sonst nichts zu tun habe. Der Liebste ist weg, Regensburg schläft noch und am Feiertag kann ich eh nicht viel machen, worauf ich Lust hätte. Und ich werde im Schlafanzug bleiben, bis abends. Wer will, darf gerne an meine Tür klopfen. Aber hören werde ich es nicht, weil ich jetzt Musik anmache und laut aufdrehe.

Für alle, die es noch nicht leid sind

14. Dezember 2009 4 Kommentare

Ich bin es nämlich sehr wohl leid. Das Thema Badezimmer. Jetzt werde ich zum gefühlt 38. Mal schreiben “Sie haben es repariert”. Und vielleicht ist es auch so.

Heute Morgen um halb 8 (!) hat’s an der Tür geklopft. Ein Wunder, dass ich schon auf war, und das auch nur, weil ich ja ab 6 gearbeitet habe. Jedenfalls war’s der Hausmeister (letzte Woche: “Ich sag Dir dann auf jeden Fall 2 Tage vorher Bescheid, damit Du Dich darauf einstellen und Dein Zeug wegräumen kannst”) um mir mitzuteilen, dass der Handwerker heute da ist und die Dusche reparieren will. Dabei musste ich noch bis 10 arbeiten und dann eigentlich noch duschen vor der Uni. Jedenfalls wurde duschen dann gestrichen, mit Silikonzeug rummachen geht ja nicht, wenn’s nass ist. Ich konnte dann den Hausmeister wenigstens noch überreden, dass ich zumindest bis um 10 meine Ruhe habe um arbeiten zu können. Punkt 10 war dann der Handwerker da, hat irgendwas in der Duschkabine rumgemanscht und mein Zimmer damit so verchemikalt, dass ich kaum noch atmen konnte. Wie oft er noch da war, während ich in der Uni war (ich bin dann sofort geflüchtet), kann ich nicht sagen. Jedenfalls habe ich jetzt komplett neue Fliesen in der Dusche (welche ohne Schimmel!). Zum Verfugen wird er heute nochmal kommen, dann sehen wir, wie’s aussieht. Ein Stockwerk über mir hat er das vor 2 Wochen schon ausprobiert und bisher ist da alles trocken. Hoffen wir das beste und vor allem, dass ich nie wieder darüber bloggen muss ;)

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Verwandte mein-Badezimmer-suckt-und-kommt-vom-Teufel-Beiträge:

Mein Bad und ich. (K)eine Liebesgeschichte
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Gold oder Silber?
Wer schwimmen kann, ist klar im Vorteil
Alles umsonst?
Finally

montags

7. Dezember 2009 9 Kommentare

Ich habe mich seit einiger Zeit gefragt – eigentlich seit Mitte Oktober, also seit ich montags um halb 6 aufstehen und arbeiten muss – warum Montag eigentlich schlimmer ist, als jeder andere Tag. Eigentlich müsste man ja vom Wochenende noch ausgeruht und voller Energie sein. Man hat zwei Tage Entspannung, womöglich noch mit dem/den Liebsten hinter sich, und könnte voller aufgetankter Energie in eine neue Woche starten. Macht aber kaum jemand niemand.

Heute möchte ich euch sagen, warum. Es gibt ein paar einfache Gründe, warum Montag der Hasstag aller ist und warum jeder andere Tag viel angenehmer ist.

Montags ist der Kaffee schneller leer. Montags ist das Wetter schlechter. Montags klingelt der Wecker früher und lauter und müder ist man sowieso. Montags arbeitet man länger. Montags ist der Bus überfüllt und alle Klamotten sind beim Waschen. Montags ist es kälter als an anderen Tagen. Montags denkt man daran, wie schön es war, die letzten beiden Tage auszuschlafen. Montags werden fehlerhafte Autos gebaut. Straßen sind montags auch nicht so sicher. Montags ist die Zahnpasta leer. Montags ist die Tasche schwerer und das Benzin teurer. Vorlesungen dauern montags länger. Montags ist Bad-Hair-Day. Es kommt nichts anständiges im Fernsehen. Egal wo man anruft, montags ist immer besetzt. Montags wird das Wasser kalt, wenn man 10 Minuten unter der Dusche steht. Oder es geht aus, wenn man die Haare gerade einshampooniert hat. Montags gibt es Stromausfall, wenn man die Haare fönen will. Montags ist man immer spät dran. Montags ist Nutella alle. Was egal ist, weil man montags auch keinen Toast hat. Montags ist mehr zu tun und weniger Zeit dafür. Montags ist man schlecht drauf. Montags vergisst man den Geldbeutel zu Hause und wird im Bus nach dem Fahrschein gefragt. Montags muss man deswegen 6 Euro zahlen. Montags gibt es nie was vernünftiges in der Mensa. Montags kommt auch nichts gutes im Radio. Montags hält man Referate und bekommt darauf ‘ne schechtere Note als der Typ, der furchtbar lispelt und alles nur vom Blatt abliest. Montags ist die Datenbank down. Montags merkt man, dass man vergessen hat, den Akku aufzuladen. Montags gibt es keinen Schokokuchen in der Cafete. Und montags wird man abgemahnt, weil man Bilder in seinem Blog präsentiert, an denen man keine Rechte hat, aber die gerade so schön zum Thema passen.


[Bildquelle]

Und wenn ihr denkt, dass das alles auf jeden x-beliebigen Tag auch zutreffen könnte, habt ihr natürlich Recht. Aber montags stört’s uns am meisten.

Schneegelächter

4. Dezember 2009 4 Kommentare

Dicke, weiße Flocken. Große, runde, weiße Flocken. Endlich.

Heute Morgen an der Bushaltestelle kam mir plötzlich so der Gedanke, wie das wäre, wenn es heute schneien würde.

Weil es so bitterkalt ist. Und andauernd regnet. Da könnte es genauso gut schneien, das wäre viel schöner. Schnee hat sowas Magisches. Er erinnert an Stille, an Besinnlichkeit, an Romantik. An Stau auf der Autobahn. An Weihnachten und lange Spaziergänge im Dunkeln. An dicke Handschuhe und neu gekaufte Mützen. Und das ist schön. Viel zu schön, als dass man den Dezember mit Regen zubringen möchte.

Als ich dann so in der Arbeit saß, nah an der Heizung, mit einem heißen Becher Kaffee an meiner Seite, schaute ich zufällig aus dem Fenster und siehe da:

Da war er. Der ersehnte Schnee. Ich wollte raus laufen und in den tänzelnden Schneeflocken rumhüpfen und lachen. Ich wollte mich freuen und jedem sagen, wie sehr mir bei diesem Anblick der Bauch kribbelt. Stattdessen habe ich auf Aktualisieren geklickt und weiter gearbeitet. Aber mental, da bin ich gesprungen und gedreht und habe eine Stunde lang gelacht, das könnt ihr mir glauben.

In meiner nächsten Pause war der Schnee schon wieder Regen.