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Artikel Tagged ‘bett’

Koalas schlafen 22 Stunden am Tag

7. März 2010 1 Kommentar


Ich möchte auch schlafen. Aber im Gegensatz zum Koala weiß ich, was ich verpasse.

Ich stehe früh auf, weil ich lernen muss. Die Zeit läuft davon, ich mache eine Pause, habe keine Lust mehr. Ich zwinge mich. Wird schon irgendwie noch gehen. Letzte Klausur. Ich hab seit Anfang Januar durchgehalten, dann wird die eine Woche auch noch gehen. Ich lerne und lerne. Ich stehe auf, weil mein Rücken schmerzt vom vielen Sitzen. Ich denke an den Koala, während ich mir die fünfte Tasse Kaffee mache. Zwischendrin kurz was essen und weiterlernen. Noch eine kleine Pause. Für einen kleinen Moment bescheuerte Spiele auf Facebook spielen. Totale Gehirnverdummung. Weiterlernen. Irgendwann ist Abend. Der Liebste schreibt mir. Ich wollte noch weiterlernen, lasse es aber dann doch. Ich denke an mein Bett, ich will ein Koala sein, sofort. Ich bin den ganzen Tag elendig müde und das kratzt verdammt an der Konzentration. Ein Power Nap nach dem Mittagessen reicht da leider nicht aus. Ich möchte heute zeitig ins Bett gehen, morgen muss ich wieder früh aufstehen. Aber ich will auch noch was vom Leben haben. Ich will nicht aufwachen, lernen, und ins Bett gehen. Ich will abends ein bisschen entspannen und mich mit dem Liebsten unterhalten. Es muss doch noch was geben außer büffeln und schlafen.

Ich möchte kein Koala sein.

Bild: learnsomethingeveryday.co.uk

Traumhaft?

7. März 2010 2 Kommentare

Kennt ihr diese Träume, in denen man einfach nicht fertig wird? Man träumt vom Verschlafen, dann schaut man auf die Uhr und die Zeit rennt, dabei hat man in einer halben Stunde einen wichtigen Termin und keine Chance, es noch rechtzeitig zu schaffen. Dann läuft man los und merkt unterwegs, dass man die dringenden Unterlagen vergessen hat, muss nochmal umkehren und beim zweiten Anlauf hat man immer noch Hausschuhe und keine Hose an.

Man träumt vom Urlaub, ja, Entspannung und Vorfreude und dann ist der Tag gekommen und fünf Minuten bevor man zum Flughafen fährt, fällt einem auf, dass man nicht mal Unterhosen eingepackt hat für die achtwöchige Reise durch’s australische Outback. Und dann beeilt man sich so und muss den Koffer noch mal umpacken und der Reisepartner sagt immer wieder “Mann, jetzt komm schon, wir müssen loooos!”. Und man beeilt sich und beeilt sich, aber je schneller man packt, desto mehr fällt einem ein, was man noch alles vergessen hat. Dann wacht man auf und ist gestresst und denkt sich “Oh Gott”.

Man träumt vom Lernen – ja, wen wundert das in der Prüfungszeit – und man träumt, dass die Klausur in ein paar Stunden ist, statt in ein paar Tagen, und dass man immer noch genauso wenig kann wie am Anfang. Dann versucht man panisch, sich noch irgendetwas ins Hirn zu pressen, was aber unter der Angst sowieso nicht möglich ist. Und dann wacht man auf, so wie ich, und setzt sich sofort an den Schreibtisch. Und hofft, dass man es im realen Leben noch rechtzeitig schafft.

lernen 1

Loslassen

15. Februar 2010 5 Kommentare

Wenn man mitten in der Nacht aufwacht, sich umdrehen will und nicht kann, weil jemand neben einem liegt und einen so fest im Arm hält, dass man sich kaum bewegen kann. Wenn man sich in dem Moment fragt, ob man jetzt genervt sein soll, weil man früh raus muss uns den Schlaf so dringend bräuchte. Wenn man sich dann dafür entscheidet, dass man es eigentlich echt süß findet, dass er einen nicht mal unbewusst loslassen will. Dann dreht man sich halt nicht um. Vielleicht kann man dann nicht mehr einschlafen. Aber man weiß, dass das Liebe ist.
Und dass er nie loslassen wird. Niemals.

Ich will nie mehr Auto fahren!

11. Februar 2010 6 Kommentare

Wenn schon, denn schon, dachte sich das Wetter und hat so richtig zugeschlagen.

Der Tag ging so gut los. Aufwachen mit dem Liebsten, noch kurz im Bett liegen bleiben, in Ruhe frühstücken. Und dann beim Frühstück der Blick aus dem Fenster und ich merkte schon, dass der Tag nicht so gut weiter gehen wird. Nach Auto freischaufeln im Schneckentempo auf die Autobahn, wo ich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 21 km/h vorangekrochen bin, bis ich nach einer dreiviertel Stunde, in der ich ungefähr 6 km weit gekommen bin, die Autobahn verlassen hab um dann irgendwo zu sein, wo ich noch nie war. Mein Orientierungssinn ist ja schon dann unzuverlässig, wenn ich mich wo auskenne. Also war das dann der Supergau, vor allem nachdem ich schon in der Dreiviertelstunde Stau im Radio gehört habe, dass sowieso überall alles dicht ist, ganz egal wo man fährt. Ich bin dann über die Uni heimgeschlittert, weil das so ziemlich das einzige ist, wovon ich zuverlässig nach Hause finde. Über eine Stunde für die eigentlich 15,4 km von meinem Freund zu mir, das ist Rekord. So lang brauch ich nicht mal, wenn ich von ganz daheim aus zu ihm fahre, und da sind’s 75 km.

Ich weiß gerade gar nicht wie ich mich fühle. Ich bin irgendetwas zwischen genervt, aufgewühlt, angespannt und erleichtert. Den Liebsten konnte ich zum Glück noch davon abhalten Richtung Regensburg rein zu fahren. Und dann sah ich gerade noch hier am Parkplatz einen, der dabei war sein Auto freizukratzen und ich denke er hat in meinem Blick gesehen wie ernst ich es meinte als ich gesagt habe “Tu das ja nicht, nimm den Bus!”. Ich hoffe, er hat auf mich gehört. Wenn nicht, wird er wahrscheinlich inzwischen fluchend an mich denken.

Hoffentlich seid ihr heute nicht unterwegs. Es ist wirklich kein Spaß.
Echt, so gar nicht.

Siehe auch: Verkehrschaos in Regensburg

Vermissen

5. Februar 2010 5 Kommentare

[23:55]: ich leg mich heute nacht ganz an rand
[23:55]: damit du platz hast
[23:56]: weil eigentlich schläfst du neben mir
[23:56]: bist nur ned körperlich da
[23:56]: aber ich spür dass du da bist

<3