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Artikel Tagged ‘buch’

Sag’s nicht weiter

25. Februar 2010 Keine Kommentare

“Mensch, Emma, ihr beiden seid wirklich ein Traumpaar. Das lässt mich hoffen, dass es doch funktionieren kann. Bei euch wirkt alles so einfach.”
Das schmeichelt mir natürlich. Ich und Connor. Das Traumpaar. Vorbild für andere.
So einfach ist es auch wieder nicht”, sage ich bescheiden. “Ich meine, natürlich streiten wir auch mal, wie alle anderen auch.”
“Ehrlich?” Katie wirkt überrascht. “Ich habe euch noch nie streiten gesehen.”
“Natürlich streiten wir!”
Ich zerbreche mir kurz den Kopf, wann wir uns das letzte Mal richtig gezofft haben. Ich meine, natürlich streiten wir und mal. Andauernd. Wie alle Paare. Das gehört doch dazu.
Komm schon, das ist doch Quatsch. Wir müssen doch…
Ach ja. Einmal am Fluss, da dachte ich, die großen weißen Vögel seien Gänse, und Connor meinte, es seien Schwäne. Genau. Wir sind normal. Ich wusste es.

Sophie Kinsella, Sag’s nicht weiter, Liebling. Mein aktuelles Lieblingsbuch. Das ist nicht schwer bei mir, weil ich in den letzten 2-3 Jahren vielleicht 4 Bücher freiwillig und ganz gelesen habe. Die Lust auf Lesen in meiner Freizeit vergeht mir einfach, seit ich für meine Literaturkurse so viel lesen muss. Aber dieses Buch ist richtig super. Mir kommt viel bekannt vor, aus meinen eigenen Gedanken. Ich musste letzte Nacht im Bett mehrmals laut auflachen. Und ich war unglaublich müde und meine Augen brannten schon, aber ich musste einfach immer noch ein wenig weiterlesen. Und ein wenig weiter lachen.

Der Traum vom Schreiben

24. Februar 2010 4 Kommentare

Ich möchte schreiben! Ich wünsche mir, etwas richtig gutes zu schreiben. Ich möchte an einem Wettbewerb für junge Autoren teilnehmen, meine Gedanken mit der Welt teilen. Ich möchte, dass man das liest, was ich schreibe. Nicht nur banalen Alltagskram. Ich möchte meine ganze Kreativität in eine Geschichte stecken und dann sehen, was ich damit bewirken kann. Ich würde so gerne Menschen berühren. Wie es andere Leute mit Fotos machen, mit Malerei oder Musik. Ich möchte Menschen zum weinen bringen und zum lachen und auch zum nachdenken. Ich möchte jemanden erreichen.

Ich sitze vor einem Word Dokument und habe etwa zehn Zeilen geschrieben. 40 Seiten bis 15. März. Bis zum dahin schaffe ich nicht mal 40 Zeilen. Vielleicht versuche ich es mit fünf Seiten bis zum 14. Mai. Das wäre schon eher machbar. Wenn ich einen Plan hätte. Eine Idee. Ein Konzept. Irgendwas.

Ich müsste mehr lesen, um mich literarisch etwas beeinflussen zu lassen. Anregungen zu holen. Meine Kreativität setzt gänzlich aus. Das einzige was ich in nächster Zeit schreiben werde, ist meine Seminararbeit. Damit werde ich kaum jemanden berühren, es sei denn meine Dozentin lacht sich bei der Korrektur darüber kaputt, welchen Schwachsinn ich in eine Kurzgeschichte reininterpretiert habe.

Ich habe mit elf meine erste Geschichte geschrieben. Ohne Ziel, ohne Ende. Es war mehr eine Vorstellung von meinem Leben als eine richtige Geschichte. Ich habe die Figuren so entwickelt wie ich gerne wäre und wie ich gerne Menschen in meinem Umfeld hätte. Und diese Personen haben das gemacht, was ich gerne erleben würde. Die Geschichte war schlecht, richtig mies. Flache Handlung, idiotische Dialoge. Wie man sich das halt so vorstellt in den Alter. Jahrelang habe ich mir immer wieder neue Wendungen einfallen lassen. Im Prinzip war es immer das gleiche. Ich habe auch eine zweite Geschichte angefangen. Ich glaube, ich habe davon noch nie jemandem erzählt. Und diese beiden Texte wird niemals jemand zu Gesicht bekommen. Ich wage es ja selbst nicht mal, mir diesen Mist nochmal durchzulesen. Aber schreiben wollte ich schon immer.

Irgendwann werde ich einen Roman verfassen. Wirklich. Ihr werdet es schon sehen. Ich werde eine bekannte und gefeierte Autorin. Ich werde kein Pseudonym verwenden, ihr werdet mich alle wiedererkennen und meine Fans werden diese Seite finden, wenn sie nach mir googeln. Und dann werden sie das hier lesen: Ich hab’s euch ja gesagt.

Secrets on Postcards

14. Februar 2010 Keine Kommentare

Dank dem Kleinod, das dieses wundervolle Video gepostet hat, bin ich auf die Seite postsecret.com gestoßen. Und ich bin hin und weg, ganz ehrlich. Ich liebe solche kleinen intimen Einblicke in die Privatspäre anderer. Das ist wahnsinnig spannend für mich, vielleicht bin ich da ein wenig voyeuristisch veranlagt (aber die, da das was einschicken, wollen es ja nicht anders, ha!). Und ich werde mir eines der Bücher kaufen. Ich kann mich nur noch nicht entscheiden, welches.

Terminkalender gefällig?

21. Januar 2010 16 Kommentare

Wie ihr ja wisst, wohne ich im Gratisprobenwohnheim. Von Katzen- und Hundefutter, Produktproben jeglicher Art über einen Bundeswehrwandkalender 2010 habe ich schon alles mit meiner Adresse darauf gesehen. Am lustigsten sind eigentlich immer die Anschreiben à la “Vielen Dank für Ihr Interesse an unseren Produkten, bla bla…”. Bei dem Bundeswehrkalender (der Typ von unserer hauseigenen Päckchenstation hier hat mich schon ganz komisch angeschaut, als ich das Din A3 große Päckchen mit fettem Bundeswehrlogo vorne drauf abgeholt habe) hat man sich bei mir für mein außerordentliches Engagement im letzten Jahr bedankt. Weil ich mich so motiviert für die Jugendausbildung eingesetzt habe. Ist doch Ehrensache :hihi:

Heute hab ich dem Briefkasten schon von außen angesehen, dass wieder was gekommen ist, weil er dank dem überdimensionierten Kuvert nicht mal mehr ganz zu ging. Drin war ausnahmsweise mal was nützliches: Ein Leitz Terminkalender. Ein Hardcover-Büchlein, von dem laut beiliegendem Schreiben nur 500 unter allen Newsletterabonnenten (was ich natürlich nicht bin) ausgelost wurden, und ich zähle zu den glücklichen Gewinnern. Juhu.

Leider hab ich aber schon ‘nen Terminkalender und ich bin auch kein Fan von Terminplanern mit einer Woche pro Doppelseite, weil ich einfach so schrecklich wichtig bin, dass ich pro Tag eine ganze Seite will. Also wenn wer sowas brauchen kann (und auch benutzen will, wegwerfen kann ich ihn auch ;) ), ich gebe ihn gern weiter. Und wenn irgendwer tatsächlich Newsletterabonnent ist und ihn nicht gewonnen hat… owned :D

a long way down*

6. Dezember 2009 12 Kommentare

Ich mag es nicht, wenn Leute ewig lange Beiträge bloggen. Es gibt zu vielen Themen scheinbar unendlich viel zu sagen und manchmal mache ich’s auch selbst. Aber ich erkenne die unübersehbare Tendenz bei mir, Blogs mit kurzen Beiträgen regelmäßig zu lesen und bei schweren, langen Posts immer nur zu löschen. Es sei denn, sie sind richtig außergewöhnlich gut. Aber das hatte ich bisher bei Beiträgen mit Überlänge so selten, dass ich es an meinen beiden Händen abzählen könnte. Das gemeine dabei ist auch, wenn ein Post nicht packend und interessant anfängt, kann er nachher noch so gut werden wie er will, das werde ich nie erfahren. Meistens gibt es in solchen Posts aber auch reihenweise Wiederholungen und meilenweite Abschweifungen. Viele meiner Dozenten sagen, die Kunst beim Schreiben besteht nicht darin, Seiten zu füllen, sondern auch alles in ein paar wenige Sätze bringen zu können. Auf den Punkt. Und that’s it.

*Übrigens ein sehr empfehlenswertes Buch.