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Willst du mein Fan sein?

15. August 2010 4 Kommentare

facebook

Es gibt jetzt eine ominöse Facebook Seite (von nun an auch in der Sidebar zu finden) und Like-Buttons (hoffentlich) bei jedem Post. Wenn in den nächsten Wochen keiner Fan wird und sich nie jemand denkt “Das gefällt mir!”, werde ich beides schnell wieder löschen, mich schämen und so tun als wäre nie was passiert.

Und jetzt ab ins Bett!

Der Traum vom Schreiben

24. Februar 2010 4 Kommentare

Ich möchte schreiben! Ich wünsche mir, etwas richtig gutes zu schreiben. Ich möchte an einem Wettbewerb für junge Autoren teilnehmen, meine Gedanken mit der Welt teilen. Ich möchte, dass man das liest, was ich schreibe. Nicht nur banalen Alltagskram. Ich möchte meine ganze Kreativität in eine Geschichte stecken und dann sehen, was ich damit bewirken kann. Ich würde so gerne Menschen berühren. Wie es andere Leute mit Fotos machen, mit Malerei oder Musik. Ich möchte Menschen zum weinen bringen und zum lachen und auch zum nachdenken. Ich möchte jemanden erreichen.

Ich sitze vor einem Word Dokument und habe etwa zehn Zeilen geschrieben. 40 Seiten bis 15. März. Bis zum dahin schaffe ich nicht mal 40 Zeilen. Vielleicht versuche ich es mit fünf Seiten bis zum 14. Mai. Das wäre schon eher machbar. Wenn ich einen Plan hätte. Eine Idee. Ein Konzept. Irgendwas.

Ich müsste mehr lesen, um mich literarisch etwas beeinflussen zu lassen. Anregungen zu holen. Meine Kreativität setzt gänzlich aus. Das einzige was ich in nächster Zeit schreiben werde, ist meine Seminararbeit. Damit werde ich kaum jemanden berühren, es sei denn meine Dozentin lacht sich bei der Korrektur darüber kaputt, welchen Schwachsinn ich in eine Kurzgeschichte reininterpretiert habe.

Ich habe mit elf meine erste Geschichte geschrieben. Ohne Ziel, ohne Ende. Es war mehr eine Vorstellung von meinem Leben als eine richtige Geschichte. Ich habe die Figuren so entwickelt wie ich gerne wäre und wie ich gerne Menschen in meinem Umfeld hätte. Und diese Personen haben das gemacht, was ich gerne erleben würde. Die Geschichte war schlecht, richtig mies. Flache Handlung, idiotische Dialoge. Wie man sich das halt so vorstellt in den Alter. Jahrelang habe ich mir immer wieder neue Wendungen einfallen lassen. Im Prinzip war es immer das gleiche. Ich habe auch eine zweite Geschichte angefangen. Ich glaube, ich habe davon noch nie jemandem erzählt. Und diese beiden Texte wird niemals jemand zu Gesicht bekommen. Ich wage es ja selbst nicht mal, mir diesen Mist nochmal durchzulesen. Aber schreiben wollte ich schon immer.

Irgendwann werde ich einen Roman verfassen. Wirklich. Ihr werdet es schon sehen. Ich werde eine bekannte und gefeierte Autorin. Ich werde kein Pseudonym verwenden, ihr werdet mich alle wiedererkennen und meine Fans werden diese Seite finden, wenn sie nach mir googeln. Und dann werden sie das hier lesen: Ich hab’s euch ja gesagt.

Musikegoismus

7. Februar 2010 5 Kommentare

Manchmal stößt man irgendwo, irgendwie, irgendwann einfach so auf gute Musik. Man verliebt sich in ein unbekanntes Lied, ein Album, oder eine Band. Man hört es andauernd, teilt es mit den Menschen, die man gern hat und glaubt, das Lied gehöre einem ganz allein. Weil es etwas ist, das nicht jeder hört, das nicht jeder kennt. Man hört es im Stillen, im Auto, laut aufgedreht. Und dann – eines Tages – da hört man es im Radio. Dann hört man es auf einer Party, auf MTV, und jeder hört es. Plötzlich ist es Mainstream geworden und alle hören es halt, weil es gerade läuft. Man hat das Gefühl, dass es trotzdem niemand so versteht wie man selbst. Und dann muss man diese innige Liebe zu diesem Lied mit jedem Menschen auf dieser Welt teilen. Und man will es wieder für sich allein.

So ging’s mir mit dem Pink Album zum Beispiel. Das hab ich schon gehört, als es rauskam und mich in jedes einzelne Lied verliebt. Und etliche dieser Lieder wurden seitdem als Single veröffentlicht und jetzt werden sie täglich im Radio gespielt und sich nicht mehr “meins”.
Als ich auf dem ersten Peter Fox Konzert in München war, hat mich vorher jeder, dem ich das erzählt habe, angeschaut als wäre ich verrückt. “Peter Fox? Noch nie gehört!” – und auf dem Konzert waren echte Fans. Bei dem zweiten Konzert, keine 3 Monate später, waren jede Menge Teenies da, weil’s plötzlich cool war, Peter Fox zu hören. Die Lieder liefen im Radio und nichts war mehr “exklusiv” daran. Dabei hab ich’s schon zu schätzen und lieben gewusst, als ich bei dem Namen Peter Fox noch “Wer soll das denn sein?” hören musste.
Oder Untouched von den Veronicas, das ich schon ein halbes Jahr bevor es hier rauskam in Amerika gehört habe. Damals war es “meins” und jetzt ist es die Titelmelodie der Model WG. Das allein sagt doch schon alles. Und darum will ich’s wieder zurück, weil’s einfach zu gut ist um so verschwendet zu werden. Das versteht sowieso niemand so wie ich.