Schneegelächter
Dicke, weiße Flocken. Große, runde, weiße Flocken. Endlich.
Heute Morgen an der Bushaltestelle kam mir plötzlich so der Gedanke, wie das wäre, wenn es heute schneien würde.

Weil es so bitterkalt ist. Und andauernd regnet. Da könnte es genauso gut schneien, das wäre viel schöner. Schnee hat sowas Magisches. Er erinnert an Stille, an Besinnlichkeit, an Romantik. An Stau auf der Autobahn. An Weihnachten und lange Spaziergänge im Dunkeln. An dicke Handschuhe und neu gekaufte Mützen. Und das ist schön. Viel zu schön, als dass man den Dezember mit Regen zubringen möchte.
Als ich dann so in der Arbeit saß, nah an der Heizung, mit einem heißen Becher Kaffee an meiner Seite, schaute ich zufällig aus dem Fenster und siehe da:
Da war er. Der ersehnte Schnee. Ich wollte raus laufen und in den tänzelnden Schneeflocken rumhüpfen und lachen. Ich wollte mich freuen und jedem sagen, wie sehr mir bei diesem Anblick der Bauch kribbelt. Stattdessen habe ich auf Aktualisieren geklickt und weiter gearbeitet. Aber mental, da bin ich gesprungen und gedreht und habe eine Stunde lang gelacht, das könnt ihr mir glauben.
In meiner nächsten Pause war der Schnee schon wieder Regen.




































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