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Artikel Tagged ‘freunde’

Abenteuer einer Nacht

20. Januar 2010 4 Kommentare

Dienstag, 00:08 Uhr. Mein Handy klingelt, nachdem sich die Mädls gerade verabschiedet haben. Wir haben einen Film geschaut, viel geratscht und viel gelacht. Ich freue mich auf mein Bett. Am Telefon ist meine Freundin, die eigentlich eine andere der Besten nach Hause fahren wollte. Als ich abhebe, höre ich sie fluchen. Das Auto steckt im Schnee fest. Sie kommt nicht raus. Also angezogen und ab in die Kälte. 3 Mädchen stemmen sich eine viertel Stunde lang anfangs motiviert, am Ende kraftlos gegen das Auto. Rutschen immer wieder im Schnee weg. Und wenn ich jetzt einen hier höre, der mir sagt, wie lächerlich der Versuch ist, als Mädchen einen riesigen Mercedes wegzuschieben, dann ist Schluss mit lustig. Also halb im Schnee versunken an der Stoßstange klebend merken wir, dass nur noch ein winziger Kraftakt fehlen würde, um das Auto von der Eisplatte zu schubsen, auf der der linke Hinterreifen steht. Aber wir sind zu erledigt. Mit Vorderradantrieb wäre das viel einfacher. Ich weiß nicht warum, aber ist so. Also keine Chance. Weder vorwärts, noch rückwärts. Hoffentlich hat uns keiner gesehen. Muss wirklich witzig ausgesehen haben. Wenn wer auf Youtube das Video findet, bitte melden, dann binde ich’s zur Erheiterung aller hier ein.

Und ich falle jetzt erschöpft ins Bett, gute Nacht.

just to end up right back here on the floor

15. Januar 2010 2 Kommentare

Es gibt Momente, da zweifle ich alles an. Die Loyalität der Freunde. Die Richtigkeit meiner Entscheidungen. Die Aufrichtigkeit, die man mir entgegenbringt. Das Vertrauen, das ich in andere habe. Meine Fähigkeiten und Kräfte. Enttäuschungen. Gefühle, Gedanken, Worte. Weil ich mich viel zu leicht von Kleinigkeiten verunsichern lasse. Und zwar jedes Mal. Und dann reflektiere ich und grüble und wälze mich nachts im Bett, schlafe nicht, sondern spinne mir Dinge zusammen. Und verzweifle.

All my doubts that fill my head are skidding up and down again
Up and down and round again, down and up and round again

Oh, I’ve had my chances and I’ve taken them all
Just to end up right back here on the floor
To end up right back here on the floor

(Pink)

Vorsätzlich

31. Dezember 2009 4 Kommentare

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Wie viele Menschen frage ich mich, was ich mir für nächstes Jahr vornehme. Und zwangsläufig auch, was ich am vergangenen Jahr ändern würde, wenn ich’s könnte. Ich hätte mehr für die Uni tun sollen. Aber das würde bedeuten, dass ich weniger Zeit mit dem Liebsten verbracht hätte. Ich hätte auch gerne mehr Zeit mit Freunden verbracht. Mehr Zeit mit Lachen. Mehr Zeit mit Genießen. Mehr Zeit in der Sonne.

Silvester ist bei mir ein kritischer Tag. Wie viele Menschen möchte ich da immer was “besonderes” machen, auch wenn’s ein Tag wie jeder andere ist. Und wegen der hohen Erwartungen kann man dann fast nur enttäuscht werden. Letztes Jahr wusste ich schon davor, dass ich Silvester betrunken und deprimiert enden werde, wenn ich nicht davor noch beschließe, etwas Grundlegendes in meinem Leben zu ändern. Ich wusste, wenn ich heute auf das vergangene Jahr zurückblicken würde und alles noch so wäre wie damals, würde ich dieses Jahr als verschwendet ansehen. Also habe ich wenige Tage vor dem Jahreswechsel den Entschluss gefasst, es anders anzugehen. Und bin glücklich in das neue Jahr gestartet. Und das bin ich bis heute. Also ist mein Vorsatz für 2010 ein ganz simpler. Ich will so weitermachen. Ich will glücklich bleiben. Und das wünsche ich euch allen. Habt einen schönen Silvesterabend. Denkt daran, dass es ein Abend wie jeder andere ist und man es einfach schätzen sollte, fröhlich inmitten der Liebsten anzustoßen. Auf alte Freundschaften. Auf neue Lieben. Bekannte Gesichter. Und unbekannte Herausforderungen. Auf Glück, Gesundheit und Erfolg. Aber vor allem darauf, dass man in einem Jahr zurückschauen und sagen kann, dass 2010 ein Jahr war, an dem man nichts ändern würde, selbst wenn man könnte.

Ist das Leben nicht schön?

25. Dezember 2009 2 Kommentare

Alle Jahre wieder an Heiligabend schauen wir „Ist das Leben nicht schön?“, den wundervollsten Film der Welt. Alle Jahre wieder kommt dieser Film spät nachts – gestern von 1 bis um 3 – und falls nicht, haben wir schon die DVD im Regal stehen. Es ist ein wunderbarer, alter Schwarzweißfilm von 1946, in dem George Bailey aus Bedford Falls meint, sich am 24. Dezember wegen Geldproblemen das Leben nehmen zu müssen. George Bailey, der immer raus wollte aus Bedford Falls um etwas von der Welt zu sehen und der immer trotzdem bleiben musste, weil er gebraucht wurde. An diesem Abend taucht sein Schutzengel Clarence auf um ihn davon abzuhalten sich von der Brücke zu stürzen. Der Engel zweiter Klasse zeigt George, wie das Leben in Bedford Falls ohne ihn verlaufen wäre, wäre er nie geboren worden. So merkt George schnell, wie sein Handeln das Leben all seiner Bekannten beeinflusst hat. Wäre George beispielsweise im Alter von 12 Jahren nicht da gewesen um seinen Bruder Harry zu retten als dieser im Eis einbrach, hätte Harry später nicht seine vielen Kameraden im Krieg retten können. Georges Frau wäre eine alte Jungfer und Bedford Falls würde von dem korrupten Henry Potter regiert werden. Am Ende dieses sonderbaren Ausfluges merkt George, dass seine Existenz so viel Gutes gebracht hat, dass er sich nichts sehnlicher wünscht, als sein altes Leben zurück. So bekommt George die Chance, sein Leben weiterzuleben und er erfreut sich plötzlich an den kleinen Dingen. Alle seine Freunde sammeln Geld für ihn, um ihm aus seinen finanziellen Problemen zu helfen und der Engel hat sich endlich seine Flügel verdient. So geht alle Jahre wieder der Heilige Abend mit Tränen der Rührung zu Ende und es bleibt nur das Wissen, dass immer, wenn irgendwo ein Glöckchen klingelt, gerade ein Engel seine Flügel bekommt.

montags

7. Dezember 2009 9 Kommentare

Ich habe mich seit einiger Zeit gefragt – eigentlich seit Mitte Oktober, also seit ich montags um halb 6 aufstehen und arbeiten muss – warum Montag eigentlich schlimmer ist, als jeder andere Tag. Eigentlich müsste man ja vom Wochenende noch ausgeruht und voller Energie sein. Man hat zwei Tage Entspannung, womöglich noch mit dem/den Liebsten hinter sich, und könnte voller aufgetankter Energie in eine neue Woche starten. Macht aber kaum jemand niemand.

Heute möchte ich euch sagen, warum. Es gibt ein paar einfache Gründe, warum Montag der Hasstag aller ist und warum jeder andere Tag viel angenehmer ist.

Montags ist der Kaffee schneller leer. Montags ist das Wetter schlechter. Montags klingelt der Wecker früher und lauter und müder ist man sowieso. Montags arbeitet man länger. Montags ist der Bus überfüllt und alle Klamotten sind beim Waschen. Montags ist es kälter als an anderen Tagen. Montags denkt man daran, wie schön es war, die letzten beiden Tage auszuschlafen. Montags werden fehlerhafte Autos gebaut. Straßen sind montags auch nicht so sicher. Montags ist die Zahnpasta leer. Montags ist die Tasche schwerer und das Benzin teurer. Vorlesungen dauern montags länger. Montags ist Bad-Hair-Day. Es kommt nichts anständiges im Fernsehen. Egal wo man anruft, montags ist immer besetzt. Montags wird das Wasser kalt, wenn man 10 Minuten unter der Dusche steht. Oder es geht aus, wenn man die Haare gerade einshampooniert hat. Montags gibt es Stromausfall, wenn man die Haare fönen will. Montags ist man immer spät dran. Montags ist Nutella alle. Was egal ist, weil man montags auch keinen Toast hat. Montags ist mehr zu tun und weniger Zeit dafür. Montags ist man schlecht drauf. Montags vergisst man den Geldbeutel zu Hause und wird im Bus nach dem Fahrschein gefragt. Montags muss man deswegen 6 Euro zahlen. Montags gibt es nie was vernünftiges in der Mensa. Montags kommt auch nichts gutes im Radio. Montags hält man Referate und bekommt darauf ‘ne schechtere Note als der Typ, der furchtbar lispelt und alles nur vom Blatt abliest. Montags ist die Datenbank down. Montags merkt man, dass man vergessen hat, den Akku aufzuladen. Montags gibt es keinen Schokokuchen in der Cafete. Und montags wird man abgemahnt, weil man Bilder in seinem Blog präsentiert, an denen man keine Rechte hat, aber die gerade so schön zum Thema passen.


[Bildquelle]

Und wenn ihr denkt, dass das alles auf jeden x-beliebigen Tag auch zutreffen könnte, habt ihr natürlich Recht. Aber montags stört’s uns am meisten.