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Artikel Tagged ‘gedanken’

Schreibblockade

10. Juli 2010 2 Kommentare

Staring at the blank page before you
Open up the dirty window
Let the sun illuminate the words
That you could not find
Reaching for something in the distance
So close you can almost taste it…
Diverse Essays, letzte Referate und zwei Seminararbeiten. Leere Seiten vor mir. Das Ende ist greifbar nah, die Uhr tickt, die Zeit drängt, die Gedanken rennen. Schreiben kommt nicht von allein. Entweder ich bin inspiriert und kreativ, oder ich sitze hier und starre leere Seiten an. Ich beobachte den kleinen Strich am Anfang der Zeile, am Anfang der leeren Seite. Er blinkt und blinkt. Ich schreibe ein Wort, lösche es wieder. Das reicht ihm nicht. Er blinkt erbarmungslos weiter. Ich habe tausend Gedanken und schaffe es nicht, sie zu sortieren. Die meisten davon sind eh nicht zu diesem Thema.

Das kleine Zeichen blinkt immer noch, ich warte, schweife ab.  Einunddreißig Grad zeigt das Thermometer auf meinem Desktop an. Ich leere Wasserglas um Wasserglas, dann muss ich mich wieder des Wassers erleichtern und wenn ich wiederkomme, steht immer noch nichts da. Ich wünsche mir das alte Word herbei, in dem die kleine Büroklammer mit einer ideengefüllten Glühbirne aufging und von innen gegen den Bildschirm klopfte um mich darauf aufmerksam zu machen.
Ich wünschte, ich hätte so eine Glühbirne.

samstäglich

19. Juni 2010 1 Kommentar

1. Ich bin heute wirklich fasziniert von einem ganz bestimmten Thema eines ganz bestimmten und besonderen Blogs. Ich werde nicht verraten von welchem ich rede. Vielleicht weiß sie, dass es ihrs ist. Vielleicht auch nicht. Irgendwann sag ich’s ihr. Hatte ich schon oft vor.

2. Ich mag diese Samstage, an denen ich den ganzen Tag im Schlafanzug bin. Mit meinem rosa Bademantel drüber, damit es mich nicht friert (Mama kriegt die Krise weil es eiskalt ist und der Papa sich weigert die Heizung einzuschalten. Ich kann ihn verstehen, es ist Mitte Juni. Sie versteh ich auch, es hat 10 Grad.)

3.  Ich bin motiviert. Ich habe da etwas am Laufen und ich bin froh darüber. Meiner Mama werde ich nicht sagen, dass ich dafür dankbar bin, aber sie weiß es.

4. Ich habe wie immer dieses Wochenende so viel zu tun, dass ich es eh nicht an einem Wochenende schaffen würde. Also stress ich mich da gar nicht so rein. Ist doch eh zwecklos.

5. Ich wundere mich, wo die vielen Adeligen bei der königlichen Hocheit plötzlich herkommen.

6. Ich träume von Urlaub. Das ist ansich ja nichts neues, aber jetzt ist er quasi zum Greifen nah. Und ich freue mich. Ich will am liebsten sofort buchen und dann gleich packen.

7. Ich frage mich, warum während der WM die Welt stillsteht. Es ist nur Fußball, Leute. 20 Hampel, die einem Ball hinterherlaufen und 2, die nur darauf warten, dass der Ball zu ihnen rollt, damit sie sich in den Dreck werfen können. So spektakulär ist das nicht. Echt nicht.

8. Ich habe mit meinem Papa vorhin eine Stunde lang im Wohnzimmer das Wettspielprofil des morgigen Tennisgegners analysiert. Die können uns gar nichts anhaben, ich habe den Masterplan. Wir werden aufsteigen und unter Sektduschen feiern. So ist das.

9. Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass GNTM Alisar genauso aussieht wie Miss Deutschland mit dem gefälschten Pass, deren Namen ich mir nicht merken kann?

10. Nächstes Wochenende kommt der Liebste mit zu mir. Das ist sehr gut, weil wir dann ein bisschen Zeit für uns haben und er mir beim Tennis zuschauen kann. Allerdings muss ich später noch aufräumen, das ist gar nicht so gut.

11. Facebook Spiele sind wirklich das letzte. Und der Play Again Button sollte per Stoppschild verboten werden.

12. Ich hasse warten. Noch dazu, wenn es auf etwas ist, das nicht eintrifft.

13. Mit To-Do-Listen kann man sich den ganzen Tag beschäftigen. Und damit meine ich nicht mit dem Abarbeiten, sondern mit dem Verteilen der Aufgaben auf verschiedene Tage, nach verschiedenen Bereichen, in verschiedenen Reihenfolgen auf verschiedenen Zetteln.

14. Mit einem Blog kann man viel anstellen. Abgesehen vom Zeitvertreib natürlich. Mehr dazu in ein, zwei Wochen.

15. Ich habe mir schon seit gefühlten Wochen keinen Nagellack mehr gekauft. Vielleicht hab ich inzwischen einfach alle. Geld ausgegeben habe ich natürlich trotzdem.

16. Ich wünsche mir teuren Schmuck. Etwas unvergängliches, besonderes, für jeden Tag. Etwas, das sich nicht wie Modeschmuck nach zwei Wochen verfärbt. Etwas, das nicht kaputt geht und etwas, das so wunderschön ist, dass ich mich immer freue, wenn ich es sehe.

17. Ich mache mir unendlich viele Gedanken. Über meine Gefühle, über die Wirkung anderer Leute, über Beziehungen, Berührungen und Veränderungen. Manchmal finde ich Dinge gut und im gleichen Moment wieder schlecht. Ich bin mir nicht sicher, aber das Nachdenken hilft mir da auch nicht.

18. Ich drehe nächste Woche einen Film. Eigentlich wir – also ich und zwei Kommilitonen, für einen Kurs. Schneewittchen in der Neuzeit. Das kann was werden. Aber ich habe da schon Erfahrung, bei Schneewittchen habe ich schon in der fünften Klasse mitgespielt.

19. Ich habe bei der detaillierten Tennisanalyse vorhin festgestellt, dass ich in den letzten 8 Jahren über 100 Spiele im Wettspielbetrieb gespielt habe. Und mehr als doppelt so viele gewonnen wie verloren. Das macht mich schon ein bisschen stolz.

20. Ihr solltet alle mehr bloggen. Ich würde gern mehr lesen, aber heute ist nicht viel los. Ich bin auch nicht mehr so blogbegeistert wie früher. Hat viele Gründe und ich werde keinen davon erläutern. Schade ist es trotzdem.

Hokuspokus?

7. Juni 2010 2 Kommentare

Ich muss gestehen, ich glaube an Hokuspokus. Horoskope, Glücksbringer, Voodoo. Beim Abitur hatte ich bei jeder Prüfung mein Glücksschwein dabei – und siehe da, ich war besser als ich’s je erwartet hätte. Könnte auch daran liegen, dass ich mein Glücksarmband dran hatte und meine Glücksturnschuhe und mein Glückstshirt an hatte (hat bei der Führerscheinprüfung auch schon geholfen) :hihi: Ich will mir gar nicht ausmalen was passiert, wenn ich einen Spiegel zerbreche oder so. Manchmal lese ich an einem Tag auch mehrere Horoskope und bei dem besten bin ich mir dann ganz sicher, dass es tatsächlich eintrifft. Und wenn man daran glaubt, dann ist es auch so.

Also eigentlich glaube ich nicht direkt an das, was eine 400-Euro-Aushilfskraft sich jeden Morgen kosmisches für die Tageszeitung ausdenkt. Aber ich glaube an die Kraft der Gedanken. Wer positiv denkt, dem passiert auch was Gutes. Wenn es mir psychisch richtig schlecht geht (kommt in diesem Ausmaß zum Glück selten vor), dann werde ich krank. Ich bekomme Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Fieber. Das Gute ist, bei mir zieht auch der Placeboeffekt, je mehr ich mir einrede, dass ein Medikament wirkt, desto schneller bin ich wieder fit. Freitag der 13te ist mein Glückstag (weil ich davon so überzeugt bin, passiert mir auch da immer was Schönes). Ich weiß also, dass man sehr viele Dinge mit der bloßen Macht der Gedanken steuern kann. Genauso sicher sind sich da die Erfinder der Voodolls. Auf www.voodolls.de bin ich auf einen ganz besonderen Zauber gestoßen – Voodoopuppen. Die kleinen Püppchen gibt es für alle Lebenslagen und jegliche Zwecke. Statt Rache und Mordgelüste gibt es dort welche für positive Energien, Liebe, Erfolg, Kraft und Schutz. Ich habe eine für mich und eine für den tollsten Mann bestellt.

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Meine ist Sedusa. Sedusa sorgt dafür, dass Dein Partner Dich mehr begehrt als jemals zuvor und sein Herz auf immer und ewig nur Dir gehört. Coole Sache. Also nicht dass ich dafür ein Püppchen bräuchte, aber sicher ist sicher…
Sie entfacht das Feuer und bringt frischen Wind in jede, wirklich jede noch so eingefahrene Beziehung. Routine, nein Danke! Mit ihr kommen Leidenschaft und Romantik zurück wie ein Bumerang. Es kommen nie mehr Langeweile oder Frust auf. Mit Sedusa an Deiner Seite können weder Kinder, noch Alltag Deine Beziehung zerstören und jede andere Frau beisst sich an Deinem Liebsten die Zähne aus denn er ist schlichtweg nicht an ihnen interessiert. Du bist die einzige Frau, die ihn in ihren Bann ziehen kann. Und allenfalls ein Fußballspiel kann ihn mal kurz ablenken…

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Für meinen Liebsten hab ich eine andere Puppe ausgesucht. Er bekommt den grünen Gordon Moneymaker und somit jede Menge Reichtum und Erfolg.
Gordon Moneymaker kam mit einem goldenen Löffel im Mund auf die Welt. Er ist der geborene Gewinner – egal ob mit Schlips an der Börse oder Zigarre rauchend im Casino. Ein Business Lunch endet immer zu seinen Gunsten und mit analytischem Verstand, Intelligenz und Charme wendet er jede Katastrophe ab. Er hat ein enorm glückliches Händchen für Investments und Geldanlagen und heimst trotz Weltfinanzkrise weiterhin Gewinne ein. Wenn Gordon einen Raum betritt, verdient er innerhalb kürzester Zeit den Respekt aller Anwesenden. In seinen Vorträgen gähnt kein Mensch – er hat Charme, ist redegewandt, hat Überzeugungskraft und schafft es, in brenzligen Situationen das Ruder herumzureißen und in Richtung Erfolg zu schippern. Er ist ein exzellenter Poker-Spieler und hat in Las Vegas mittlerweile so gut wie in jedem Casino Hausverbot… Gordon Moneymaker hilft Dir, zukünftig massenweise Erfolge zu verbuchen und diese auf lange Sicht auch in Geld umzuwandeln.

Somit wird mein Liebster reich und erfolgreich und zudem für immer mein sein. Wenn der Plan mal nicht perfekt ist… :hihi:

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Gekommen sind beide Püppchen inklusive kleinem magischen Strohsack, Beschreibung und Erklärung des Rituals für ordnungsgemäßen Voodoozauber. Eingepackt waren sie noch in einer kleinen Box und jede Zauberpuppe hat einen Schlüssel- und einen Handyanhänger. Hinter dem “Hokuspokus” steckt allerdings mehr, als man es von Flohmärkten usw. kennt: Die Voodolls wurden eigens kreiert und es gibt auch besondere Varianten mit prominenten Püppchen, wie z.B. Dregen oder Linda Shadowe.

Als kleines extra war für mich noch ein knuffiger Happymaker dabei.

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Ich sage Danke nach Schweden an Ulrike und das Voodolls Team! Ich bin wirklich gespannt, zu was mir der Zauber verhilft :)

In Relation

12. April 2010 2 Kommentare

Ich habe mich schon oft verliebt. Mal mehr, mal weniger, mal erfolgreich, mal nicht. Ich hab mich oft getäuscht, ich hab oft sozusagen richtig ins Klo gegriffen. Wenn es viele tolle Männer auf dieser Welt gibt, hatte ich lange Zeit ein Händchen dafür, viele weniger tolle zu erwischen.

Ich hatte zwei längere Beziehungen und in beiden war ich glücklich, zumindest einige Zeit lang. Ich dachte das wär’s, quasi die Erfüllung. Endlich nicht mehr “suchen”, endlich nicht mehr irgendwo irgendwen kennenlernen und dann beim ersten oder zweiten oder dritten Date merken, dass man doch so gar nicht auf einer Wellenlänge ist.

Beide Male habe ich eigentlich schon nach der ersten Verliebtheit gemerkt, dass das nichts für ewig ist – und dass es, falls doch, verdammt viel Arbeit werden würde. Und ich dachte mir, vielleicht ist das so mit der Liebe. Vielleicht ist das alles, was ich erwarten kann. Es heißt ja immer, an Beziehungen muss man arbeiten und auch Kompromisse eingehen. Also war ich mir sicher, dass es dazu gehört, zu streiten. Einmal im halben Jahr, einmal im Monat, schließlich einmal die Woche. Und irgendwann dachte ich mir, wenn das Liebe ist, dann reicht mir Liebe nicht.

Ich wollte nicht aufgeben, ich hatte zeitweise Angst, dass ich Beziehungen nicht auf die Reihe kriege. Ich weiß, ich bin jung und da kann man so etwas noch nicht sagen, aber ich mache mir immer viele Gedanken und da kommen auch solche dazu. Ich wollte, dass es funktioniert und ich wollte, dass es hält. Ich hab mich verbogen und wurde zu jemandem, der ich eigentlich nicht bin. Dass es so nicht gehen konnte, war mir aber irgendwie auch klar. Und als es dann zu Ende war, wusste ich wenigstens, dass ich alles versucht hatte.

Jetzt, heute, nach den 429 schönsten Tagen meines Lebens, kann ich sagen, dass Liebe gar nicht so ist, wie ich damals dachte. Oder zumindest nicht so sein muss. Nach der ersten Verliebtheit kann die zweite kommen und die dritte und die vierte. Man muss sich nicht streiten, wenn man anderer Meinung ist. Und wenn’s doch mal sein muss, ist es nicht tragisch. Es endet nicht mit Tränen und erschüttert nicht die ganze Welt. Man muss nicht immer zweifeln und immer kämpfen um irgendwas zu retten.

Ich denke heute, wenn man den Richtigen hat, muss man gar nicht viel Energie aufwenden. Da läuft es größtenteils auch wie von selbst, und wenn nicht, gibt man sich gern Mühe, ohne sich überanstrengt zu fühlen. Man hat nicht das Gefühl, immer kämpfen zu müssen, damit daraus was werden kann. Eigentlich denkt man überhaupt nicht daran, dass es irgendwann mal wieder anders sein könnte als jetzt. Man kann sich einfach fallen lassen und ausnahmsweise mal keine Gedanken machen. Und man kann sich mit 21 Jahren nach über einem Jahr alltagsgeprüfter Beziehung immer noch fühlen wie ein 14-jähriger Teenager, wenn man ihm in die Augen schaut.

Sauerkraut eignet sich nicht als Titel für diesen Post

3. April 2010 1 Kommentar

Ich frage mich. Andauernd. So viel. Und ich bekomme nie eine Antwort. Ich wüsste auch gar nicht, wer antworten sollte. Gott vielleicht. Aber ich schätze, wenn es ihn gibt, wird er schon nen Plan haben. Ich hab nämlich keinen.

Ich denke so viel nach, über mich, über Menschen, über Beziehungen. Freundschaft, Verwandtschaft, Liebe. Ich frage mich, ob die Dinge, die mir früher Halt gegeben haben, dazu bestimmt waren, das irgendwann nicht mehr zu tun. Jetzt erschüttern sie mich eher. Ich frage mich, ob das wirklich so gedacht war, oder ob es meine Schuld ist.

Vielleicht habe ich mit der Zeit einfach vergessen, was mir mal wichtig war. Und warum. Oder es ist einfach der unaufhaltsame Drang im Leben, sich immer und immer wieder diese eine Frage zu stellen. Wo soll das hinführen und werde ich dort glücklich sein?