Archiv

Artikel Tagged ‘leben’

Der Mann für alle Fälle

19. August 2010 1 Kommentar

Fühl dich sicher – schlaf mit einem Sanitäter, rät eine StudiVZ-Gruppe. Ich hatte letzte Nacht, bzw. heute Morgen um 7 Uhr den schlimmsten Wadenkrampf der Weltgeschichte. Ich hatte mich schon damit abgefunden, innerhalb der nächsten zwei Minuten elendig zu krepieren, als der Liebste von meinen Schmerzensschreien geweckt wurde, sich aufsetzte und meinen Fuß gegendehnte. Ohne ihn würde ich mich jetzt vermutlich noch vor Qualen winden, denn auch mit ihm hat’s schon zehn Minuten gedauert, bis die Muskeln sich wieder entspannt hatten. Er hat mir heute sozusagen das Leben gerettet. Und ich weiß wiedermal, wie praktisch es ist, einen Sanitäter an meiner Seite zu haben. Hoffen wir nur, dass sich sein Ehrenamt bei der Wasserwacht im Urlaub nicht auch noch bezahlt macht ;)

Und heute: Leben

9. Juli 2010 Keine Kommentare

Mit dem Liebsten auf dem Balkon sitzen. Reden, lachen, Sonne genießen. Mit ihm durch die Gegend spazieren, Musik hören, Filme schauen. Lang aufbleiben. Sich in die Augen sehen. Kuscheln und gemeinsame Pläne machen. Einfach mal alles andere für einen Abend ausbleden. Das ist es.

Macht’s gut Leute, ich geh jetzt mal ne Runde leben.

Einfach schwimmen

18. Juni 2010 2 Kommentare

Dieser Artikel kommt mir sehr bekannt vor. Dreizehn Schuljahre lang hat man nur das Ziel Abitur vor Augen. Ich denke ich spreche für 90% der Abiturienten, wenn ich sage, dass das Berufsziel vor dem Abi nie wirklich klar war. Auch nach dem Abi vermutlich nicht. Dann steht man da und weiß nicht wie und wann und vor allem was und keiner kann’s einem sagen. Plötzlich ist da niemand mehr, den man immer um Rat fragen kann. Man muss sich selber um alles kümmern, man wird nicht fünfmal aufgefordert sich endlich für einen Ausbildungs- oder Studienplatz zu bewerben. Entweder man hält die Frist ein, oder nicht. Es interessiert keinen. Man steht allein da.

Nach 13, beziehungsweise eigentlich ganzen 19-20 behüteten Jahren, zieht man aus, in eine andere Stadt, mit neuen Menschen. Man findet sich nicht zurecht, muss sich erst Mal orientieren, aber merkt bald, dass dafür keine Zeit ist. Man hat keine 13 Jahre mehr, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Man wird ins kalte Wasser geworfen und schwimmt und schwimmt und wenn man Pech hat ist die Strömung stark. Ist jetzt, mit fast 20, einfach der Zeitpunkt gekommen, wo ich ins kalte Wasser springen muss, ohne zu wissen, wohin es mich treibt? fragt Me11a. Ein klares Ja von mir.

Ich studiere seit zwei Jahren und fühle mich immer noch unsicher. Ich weiß nicht, ob das der richtige Weg ist, ob ich den Master in diesem Fach machen will, und manchmal glaube ich, ich bin ganz kurz davor alles hinzuschmeißen und was ganz anderes zu machen. Aber irgendwie tu ich’s dann doch nicht. Die zwei Jahre sind mir zu schade, die ich dann vergeudet hätte. 2.000 Euro Studiengebühren für nichts. Andererseits folgen vermutlich noch weitere 4.000 Euro Studiengebühren plus die Kosten für sechs Monate in England. Und weitere vier, fünf Jahre meines Lebens. Und die werden schneller vorbei sein als mir lieb ist, und dann kommt der nächste Wasserfall in den ich mich stürzen muss – mit dem Kopf voraus am besten. Welcher Job, welche Stadt, will ich irgendwann heiraten, Kinder, ein Haus? Das alles muss ich mir dann überlegen, sonst gehen weitere x Jahre verloren, bevor ich merke, was ich will und dass es vielleicht der falsche Weg war.

Für den Moment denke ich von Woche zu Woche. Was muss ich für nächste Woche erledigen? Wann mache ich was? Was kann ich weglassen und welche Reihenfolge ist die beste? In vier Wochen (ach du Scheiße!) schreibe ich Klausuren, dann ist wieder ein Semester vorbei und ich weiß immer noch nicht mehr. Wer ich bin, was ich will und wie meine Zukunft aussehen soll. Aber eigentlich ist das doch gar nicht so schlimm, oder?

Qui dit étude dit travail

14. Juni 2010 Keine Kommentare

Ich komme momentan nicht viel zum Bloggen. Ach was, werdet ihr denken, und auch jetzt schreibe ich nicht viel. Aber ich kann erklären, warum das so ist. Mein Leben besteht zur Zeit aus einem Drittel Uni, einem Drittel Arbeit, einem Drittel Schlafen und Essen, einem Drittel Sport und zu einem weiteren Drittel aus Zeit mit dem Freund. Ja, ich weiß, dass das fünf Drittel sind, und deswegen bleibt auch einiges auf der Strecke. Ich habe nie genug Zeit irgendwas konzentriert und ohne Druck zu machen, kann mich nicht entspannen und werde nie fertig. So ist das und so wird’s auch vorerst bleiben. Danke, Leben, du kannst mich auch mal.

Et là tu te dis que c’est fini, car pire que ça ce serait la mort
Quand tu crois enfin que tu t’en sors, quand y en a plus et ben y en a encore…

Erinnerungen

28. Mai 2010 Keine Kommentare

In einen richtig heftigen Regenschauer geraten und loslaufen. Dabei lachen müssen. Von anderen angeschaut werden mit einer Mischung aus “Die muss vollkommen irre sein” und “Die muss verdammt glücklich sein”. So viel lachen müssen, dass man kaum noch laufen kann. Die Freunde ansehen und noch mehr lachen müssen.

Wer das nicht kennt, der weiß nicht, wie sich Leben anfühlt.