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Artikel Tagged ‘menschen’

and then she’d say, it’s ok

14. August 2010 Keine Kommentare

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Menschen ändern sich, hast du gesagt. Ich denke kurz darüber nach und gebe dir recht. Du hast dich verändert, ich hab mich verändert. Ich hab mich so sehr verändert in den letzten Tagen, Wochen, Monaten, Jahren, dass ich mich manchmal frage, wer ich jetzt eigentlich bin.

Ändern sich alle Menschen?, frage ich mich. Wie sollen denn dann jemals zwei Menschen für immer und ewig zusammen passen? Die Chance, dass man sich auch nur in einem Moment in die gleiche Richtung entwickelt, wäre so lächerlich kein, dass ich ruckartig den Kopf schütteln muss. Andererseits, wie sollte man sich sonst im einen Moment so herzzerreißend nah sein und im nächsten so fern, dass es weh tut?

Ja, Menschen verändern sich. Zum Guten und zum Schlechten. Meistens beides auf einmal. Sprungweise, teilweise. Plötzlich sind da Welten, die früher nie da waren. Und die sich dazwischen schieben, als wäre es das normalste der Welt.

And then she’d say, it’s ok, I got lost on the way…

Extremitäten

18. Juli 2010 3 Kommentare

Prüfungszeit ist immer eine sehr extreme Zeit. Bei mir gibt es da nichts normales. Wenig Schlaf, große Müdigkeit.

Ich räume tagelang nichts weg, die ganze Couch liegt voll mit Klamotten (oder ich ziehe mich ein, zwei Tage am Stück gar nicht um und lerne im Schlafanzug), dann kommt plötzlich ein Moment, in dem ich alles aufräume – aus Prokrastination auch alle Schränke und Schubladen.

Ich lerne und lerne. Es gibt kein “bisschen lernen” – entweder gar nicht oder volle Power. In der Prüfungszeit natürlich jeden Tag volle Power. Ich sollte aus Zeitgründen besser gar nicht schlafen.

Ich bin verzweifelt. Ich schreie, ich weine, ich bin schrecklich genervt. Man sollte mich besser nicht ansprechen. Ich hasse alle Menschen.

Ich werde richtig panisch, weil mir einfach die Zeit ausgeht. Oder die Zeit vergeht gar nicht. Wenn ich mir zum Beispiel vornehme, die nächste Pause erst in zwei Stunden zu machen.

Manchmal bin ich auch zuversichtlich. Und zwar so richtig, extrem. Dann denke ich alles ist easy. Ich mag die Menschen um mich herum. Ich fühle mich extrem verbunden mit allen, Leidensgenossen, Familie, Unterstützer. Ich bin glücklich über meine Freunde und den Liebsten.

Ich bin entweder völlig k.o. oder ich strotze vor Energie. Zeitweise will ich ins Bett, dann kann ich wieder nicht ruhig sitzen und bin so voller Tatendrang, dass ich richtig lang Laufen gehe. Danach bin ich wieder erledigt, müde, habe Zeit “verschwendet”. Abends kann ich nicht einschlafen.

Ich denke nicht, dass das jemals aufhören wird. Ich muss mich da noch x Semester durchschlagen, man lernt nicht dazu. Es ist jetzt nicht besser als im ersten Semester. Eher im Gegenteil – jetzt weiß ich nämlich, dass ich nie gut genug vorbereitet sein kann.

Sauerkraut eignet sich nicht als Titel für diesen Post

3. April 2010 1 Kommentar

Ich frage mich. Andauernd. So viel. Und ich bekomme nie eine Antwort. Ich wüsste auch gar nicht, wer antworten sollte. Gott vielleicht. Aber ich schätze, wenn es ihn gibt, wird er schon nen Plan haben. Ich hab nämlich keinen.

Ich denke so viel nach, über mich, über Menschen, über Beziehungen. Freundschaft, Verwandtschaft, Liebe. Ich frage mich, ob die Dinge, die mir früher Halt gegeben haben, dazu bestimmt waren, das irgendwann nicht mehr zu tun. Jetzt erschüttern sie mich eher. Ich frage mich, ob das wirklich so gedacht war, oder ob es meine Schuld ist.

Vielleicht habe ich mit der Zeit einfach vergessen, was mir mal wichtig war. Und warum. Oder es ist einfach der unaufhaltsame Drang im Leben, sich immer und immer wieder diese eine Frage zu stellen. Wo soll das hinführen und werde ich dort glücklich sein?

Klaushuren

8. Februar 2010 10 Kommentare

Ich bin empfindlich. Ich bin gestresst, ich bin genervt. Menschen nerven mich. Ich kriege die Krise, wenn jemand meint, er müsste mir im Weg stehen. Wenn jemand laut ist, wenn jemand rücksichtslos ist, wenn jemand schreit, singt oder auch lacht. Schuhe mit Absätzen gehören in der Bibliothek verboten. Genauso wie die Tussi mit dem hässlichen gelben Cardigan, die aussieht wie Nora Tschirner und die mit ihren wahnsinnig lauten und ebenso hässlichen Stiefeln jeden Tag meint, sie müsste achtzehn Mal pro Stunde an meinem Tisch vorbeistolzieren.
Mir soll keiner Fragen stellen und auch keine dummen Kommentare abgeben. Kritik will ich genauso wenig. Ich ertrage es nicht, wenn mir wer was vorschreibt oder mich zu irgendetwas verpflichten will. Ich brauche keine Besserwisser und will nicht mal gut gemeinte Ratschläge. Heute will ich einfach nur meine Ruhe.

Dr. Angelika Sommer

6. Dezember 2009 3 Kommentare

In manchen Momenten braucht man einfach jemanden. Und oft sind dann die Menschen für einen da, mit denen man am wenigsten gerechnet hätte. Und denen kann man sich dann anvertrauen, wenn man einsam ist, oder verweifelt, oder betrunken. Ich habe schon unzählige betrunkene Beziehungsberatungen durchgeführt und ich muss sagen, das waren die effektivsten. Ich bin schon eine wahre Meisterin, besser als Angelika Kallwass und das Dr. Sommer Team zusammen (Frage am Rande: Gibt’s das noch? Oder ist das Dr. Sommer Team in Zeiten von Google und Web 2.0 nicht mehr gefragt?).
Manchmal sind es jedenfalls genau die Momente, die dich so überraschen, dass du für einen kurzen Moment vergisst, was dich bedrückt, weil du so verwundert bist, darüber, wer für dich da ist. Du fragst dich, wo die Leute bleiben, mit denen du gerechnet hättest. Und ob du nicht vielleicht einfach falsch einschätzt, wie diese Leute zu dir stehen. Weil wenn sie die wären, für die du sie hältst, wären sie jetzt da. Und stattdessen ist da wer anders, der dir zuhört, dich umarmt, dich aufbaut. Und du bist einfach nur dankbar.