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Artikel Tagged ‘model wg’

Musikegoismus

7. Februar 2010 5 Kommentare

Manchmal stößt man irgendwo, irgendwie, irgendwann einfach so auf gute Musik. Man verliebt sich in ein unbekanntes Lied, ein Album, oder eine Band. Man hört es andauernd, teilt es mit den Menschen, die man gern hat und glaubt, das Lied gehöre einem ganz allein. Weil es etwas ist, das nicht jeder hört, das nicht jeder kennt. Man hört es im Stillen, im Auto, laut aufgedreht. Und dann – eines Tages – da hört man es im Radio. Dann hört man es auf einer Party, auf MTV, und jeder hört es. Plötzlich ist es Mainstream geworden und alle hören es halt, weil es gerade läuft. Man hat das Gefühl, dass es trotzdem niemand so versteht wie man selbst. Und dann muss man diese innige Liebe zu diesem Lied mit jedem Menschen auf dieser Welt teilen. Und man will es wieder für sich allein.

So ging’s mir mit dem Pink Album zum Beispiel. Das hab ich schon gehört, als es rauskam und mich in jedes einzelne Lied verliebt. Und etliche dieser Lieder wurden seitdem als Single veröffentlicht und jetzt werden sie täglich im Radio gespielt und sich nicht mehr “meins”.
Als ich auf dem ersten Peter Fox Konzert in München war, hat mich vorher jeder, dem ich das erzählt habe, angeschaut als wäre ich verrückt. “Peter Fox? Noch nie gehört!” – und auf dem Konzert waren echte Fans. Bei dem zweiten Konzert, keine 3 Monate später, waren jede Menge Teenies da, weil’s plötzlich cool war, Peter Fox zu hören. Die Lieder liefen im Radio und nichts war mehr “exklusiv” daran. Dabei hab ich’s schon zu schätzen und lieben gewusst, als ich bei dem Namen Peter Fox noch “Wer soll das denn sein?” hören musste.
Oder Untouched von den Veronicas, das ich schon ein halbes Jahr bevor es hier rauskam in Amerika gehört habe. Damals war es “meins” und jetzt ist es die Titelmelodie der Model WG. Das allein sagt doch schon alles. Und darum will ich’s wieder zurück, weil’s einfach zu gut ist um so verschwendet zu werden. Das versteht sowieso niemand so wie ich.

Serienmittwoch

21. Januar 2010 8 Kommentare

Desperate Housewives. Lipstick Jungle. Grey’s Anatomy. Pushing Daisies. Sex and the City. Das alles haben wir Mittwoch abends schon gesehen. Zum neuen Serienmittwoch gehören neben den altbekannten Damen aus der Wisteria Lane nun auch Vampire Diaries und Hawthorne.

Ich bin großer Fan von Twilight. Ja, ganz ehrlich. Ich dachte, ich mag dieses Vampirzeug nicht so, aber Twilight hätte mich fast vom Gegenteil überzeugt – wäre da nicht Vampire Diaries. Die Serie ist so unglaublich klischeehaft und übertrieben. Sie, die hübsche Traurige (vgl. Bella aus Twilight), verliebt sich in den mysteriösen, gutaussehenden und plötzlich auftauchenden Vampir XY (weiß seinen Namen leider nicht mehr, aber er ist wie Edward Cullen). XY beißt natürlich keine Menschen (hallo again, Edward) und kämpft immerwährend gegen sein blutiges Verlangen an. Dann gibt’s da aber noch seinen Bruder, der natürlich das völlige Gegenteil ist und liebend gern Menschen aussaugt und zerfetzt und der das mit einem “So ist das halt” kommentiert. Gut sieht der übrigens auch aus, liegt wohl in der Familie.

Die Gespräche sind total vorhersehbar, die Charaktere völlig übertrieben, was sie und ihr Handeln so unglaubwürdig macht. Die beste Freundin der weiblichen Hauptdarstellerin ist auch noch ein Medium, besser geht’s ja kaum. Immer wenn dann was mystisches passiert (wo wir grad bei dem Wort sind – beinahe zu klischeehaft finde ich auch die Tatsache, dass der Ort des Geschehens Mystic Falls heißt), taucht ultradichter, unheimlicher Nebel und irgendwo auch eine Krähe auf. Also bitte.

Kommen wir zu Christina Hawthorne. Arztserien waren schon immer beliebt. Das ist jetzt aber keine klassische Arztserie, sondern eher eine Schwesternserie. Die Ärzte sind dieses Mal die “Bösen”, die überheblicherweise denken, sie wären die Größten und die ihre Fehler auf die Schwestern und Pfleger schieben. Christina Hawthorne, die übrigens von Will Smiths Frau Jada Pinkett Smith gespielt wird, ist da die Oberheldin. Niemand kriegt irgendwas auf die Reihe, wenn sie nicht da ist. Die Charaktere sind ein wenig skurril, beispielsweise die eine mit dem Metallbein und die verrückte Obdachlose. Ich bin noch nicht ganz dahintergestiegen, ob die Serie tatsächlich so gemeint ist oder eher leicht ironisch in Richtung Scrubs tendiert. Das wird sich aber irgendwann die nächsten Wochen sicherlich rausstellen.

Mein Fazit zum neuen Serienmittwoch?

Desperate Housewives wird zwar immer schlechter, weil in jeder Staffel neue Freaks in leerstehende Häuser einziehen, die neben ihren vielen düsteren Geheimnissen, die niemand je erfahren darf und neben ihrer gefälschten Identität Leute umbringen wollen, würgen, schwängern und was weiß ich noch alles, aber ich mag’s irgendwie. Man merkt, dass den Drehbuchautoren langsam nichts mehr einfällt, aber ich bin nach wie vor gespannt, wann das Lost-Flugzeug in der Wisteria Lane abstürzt.

Vampire Diaries ist totaler Mist, aber ich werd’s trotzdem jeden Mittwoch ansehen. Erstens, weil nach Desperate Housewives eh nichts anderes kommt, und zweitens liebe ich es, mich über schlechte Sendungen aufzuregen (nicht umsonst habe ich heute schon die Model WG angeschaut).

Christina Hawthorne… Ja, was machen wir mit ihr? Auch anschauen natürlich. Ich denke auch, die Serie hat ein wenig Potential. Vor allem, weil der Liebste dabei neben mir liegt und mir erklärt, dass das alles voll unrealistisch ist, wie die Leute wiederbeleben etc., und mir erklärt wie das in echt gemacht wird :hihi: