Archiv

Artikel Tagged ‘musik’

Bodo Wartke singt Lieder die heissen wie Frauen

1. März 2010 1 Kommentar

So hat er gestern selbst sein neues Programm Noah war ein Archetyp beschrieben. Tatsächlich hatte Bodo Wartkes Auftritt im Audimax in Regensburg nicht ganz so viel mit dem Thema Noah zu tun, bis auf einige Tiergedichte :hihi: Die Akustik war leider nicht optimal, zumindest an unserem Platz nicht, aber nach der Pause hatte sich dieses Problem dann zum Glück erledigt.

Ich finde den Typen ja supersympathisch. Der Abend war für mich persönlich wirklich sehr lustig, ich hab viel gelacht, aber Bodo macht seine Scherze nicht auf die Mario Barth- oder Michael Mittermeier-Art (um den Vergleich meines Liebsten nochmal aufzugreifen), bei der andere – wahlweise Frauen – verarscht werden, sondern sehr stilvoll. Er macht ja auch kein richtiges Comedy, sondern eine durchaus amüsante, aber auch teilweise tiefgründige Kabarett-Show mit Musik und Gesang. Es waren lustige Lieder dabei, gesellschaftskritische (genau eins, nämlich dieses hier, haha) und sehr sehr romantische und gefühlvolle Lieder und Gedichte.

Als das Konzert dann nach guten 2 Stunden eigentlich schon vorbei war, hat Bodo noch eine gute halbe Stunde weitergespielt, unter anderem mit seinem vielleicht berühmtesten Liebeslied (für uns gab’s als Zusatzsprache noch klingonisch :hihi: )

Von mir gibt’s also definitiv eine Anschauempfehlung! Sofern ihr Humor habt, versteht sich ;)

Und als Abschluss noch mein Lieblingsgedicht:

Die Leute damals im Mittelalter
hatten echt voll keine Mittel, Alter.

I know what you’re staring at, these beats are so damn fat

23. Februar 2010 2 Kommentare

Lexy & K-Paul sind Helden. Ich liebe sie. Wirklich. Seit Jahren. Und ich hasse den Winter dafür, dass die CD, die ich im Auto vergessen hab, jetzt nur noch bis Lied 4 geht.
Ich weiß nicht mehr, warum ich damals nicht im Suxul war, als die beiden (oder war’s nur Lexy?) da aufgelegt haben. Aber der Grund muss verdammt gut gewesen sein. Nochmal werd ich mir das nicht entgehen lassen. Und ich will – nein, ich fordere! – dass Lexy & K-Paul mal in der Suite auflegen. So.

Und jetzt anhören. Und lieben.


iLike uMag

18. Februar 2010 13 Kommentare

Vor fast einem Monat habe ich eine nette Email von der PR- & Marketingchefin eines “Magazins für Popkultur und Style” bekommen. Grund dafür war die Neugestaltung des Magazins, wegen der sie Testpersonen für das “neue” Heft gesucht hat. 85 Blogs hat die Readaktion gefunden, die zum Thema des uMags passen und meins gehört dazu. Offen wurde gleich klargestellt, dass es sich dabei um eine (unentgeltliche) Werbeaktion handelt. Aber ich mache trotzdem mit.

Ich kannte das Magazin vorher nicht, nicht mal vom Namen. Eine alte Ausgabe wurde mir zugeschickt, die vom vergangenen November, und vorgestern kam die Februarausgabe (gibt’s seit heute auch zu kaufen) mit neuem Design und vielen weiteren Änderungen. Als erstes gibt’s mal ein Foto der beiden Ausgaben:

IMG_3925
Links ist die alte Version, rechts die neue, ein wenig kleiner, deutlich schicker und erinnert nicht mehr an Unicum, Hochschulanzeiger und sonsige kostenlose Magazine, die in der Uni immer ausliegen. Dafür ist das neue Heft auch ein wenig teurer geworden, 3,30 statt 2,50 Euro kostet es jetzt. Ob sich’s lohnt werden wir gleich sehen (ich schreibe diesen Beitrag tatsächlich zeitnah, ich habe das neue Heft bis gerade eben noch nicht aufgeschlagen). Beide Male gibt’s 82 Seiten, wobei die neue Ausgabe mit neuem Papier deutlich dicker ist als die alte.

Inhaltlich wird deutlich, dass es umSzene und zeitgemäße Kultur geht. Personen, die gerade im Gespräch sind. Sänger, Schauspieler, Autoren, Newcomer aller Art, Technik- und Internetthemen leicht angeschnitten, ein Kommentar über die Gesellschaft, eine Fotostrecke. Ausschließlich aktuelle Themen. Ein schönes Magazin, optisch macht es was her, es ist gut geschrieben. Zugegebenermaßen interessiert mich keiner der Inhalte so sehr, dass ich ihn verschlingen würde. Aber soviel nur zur alten Ausgabe.

Jetzt das neue Heft (Konzept dazu gibt es hier als pdf). Mein erster Eindruck ist “Ist das Ökopapier?” :hihi: Das fände ich gut. Ich bin zwar kein Ökomensch, aber Hochglanzhefte gibt es genug. Gleich am Anfang eine Kolumne, die mit den Worten beginnt “Zum ersten Mal richtig glücklich war ich, als mein Hamster starb”. Was sagt man dazu? Ich mag’s.
Schöne Bilder. Wirklich schöne Bilder. Fotostrecken zu verschiedenen Themen. Sie glänzen nicht, das ist ungewohnt, aber sie haben deswegen irgendwie was besonderes an sich, finde ich. Es sind auch keine klassischen Highfashion-Fotos.

Es geht um Mode (ein interessanter Artikel über Patrick Mohr, den Designer von Agent Provocateur, ein Interview mit Nina Nägel von der Kultmarke ByGraziela), es geht sehr viel um Musik (neue Alben, ein Interview mit Fettes Brot, ein Beitrag über eine Newcomerband aus Irland,…), Interviews mit Christian Ulmen und Autorin Mariana Leky, es gibt eine Twitter Top 5 was Musikstreaming angeht und einen vierseitigen Artikel über Online-Netzwerke, insbesondere auch da Twitter. Dazu ein Interview mit @Luca, den ich “kenne”, also dem ich folge und den ich lese, und mit zwei weiteren Twitterern. Das werde ich auf jeden Fall nochmal anschauen, wenn ich genug Zeit habe.

Abschließend möchte ich sagen: Es lohnt sich, sich das Heft mal anzuschauen. Ob 3,30 Euro für das monatliche Magazin gerchtfertigt sind, muss letztendlich jeder für sich entscheiden. Und damit ihr euch selbst ein Bild machen könnt, darf ich 

3 Probeabos verlosen.

Die nächsten drei Ausgaben gibt’s kostenlos in den Briefkasten, das Abo endet danach automatisch, also kein Aufwand. Wer eins haben will, einfach kommentieren, ich lose dann ggf. aus. Ach ja, und letzter Termin dafür ist Sonntag, der 7. März. Viel Spaß damit :)

Neopolitan Dreams

8. Februar 2010 3 Kommentare

I turn my head up to the sky,
I focus one thought at a time,
I do not let the little thieves under my tightly buttoned sleeve.
It couldn’t be a longer time, I feel like I am walking blind,
I have no arrival time, there are no legible signs.
There are no legible signs.

I like the way that you talk,
I like the way that you walk.
It’s hard to recreate such an individual gait.

Musikegoismus

7. Februar 2010 5 Kommentare

Manchmal stößt man irgendwo, irgendwie, irgendwann einfach so auf gute Musik. Man verliebt sich in ein unbekanntes Lied, ein Album, oder eine Band. Man hört es andauernd, teilt es mit den Menschen, die man gern hat und glaubt, das Lied gehöre einem ganz allein. Weil es etwas ist, das nicht jeder hört, das nicht jeder kennt. Man hört es im Stillen, im Auto, laut aufgedreht. Und dann – eines Tages – da hört man es im Radio. Dann hört man es auf einer Party, auf MTV, und jeder hört es. Plötzlich ist es Mainstream geworden und alle hören es halt, weil es gerade läuft. Man hat das Gefühl, dass es trotzdem niemand so versteht wie man selbst. Und dann muss man diese innige Liebe zu diesem Lied mit jedem Menschen auf dieser Welt teilen. Und man will es wieder für sich allein.

So ging’s mir mit dem Pink Album zum Beispiel. Das hab ich schon gehört, als es rauskam und mich in jedes einzelne Lied verliebt. Und etliche dieser Lieder wurden seitdem als Single veröffentlicht und jetzt werden sie täglich im Radio gespielt und sich nicht mehr “meins”.
Als ich auf dem ersten Peter Fox Konzert in München war, hat mich vorher jeder, dem ich das erzählt habe, angeschaut als wäre ich verrückt. “Peter Fox? Noch nie gehört!” – und auf dem Konzert waren echte Fans. Bei dem zweiten Konzert, keine 3 Monate später, waren jede Menge Teenies da, weil’s plötzlich cool war, Peter Fox zu hören. Die Lieder liefen im Radio und nichts war mehr “exklusiv” daran. Dabei hab ich’s schon zu schätzen und lieben gewusst, als ich bei dem Namen Peter Fox noch “Wer soll das denn sein?” hören musste.
Oder Untouched von den Veronicas, das ich schon ein halbes Jahr bevor es hier rauskam in Amerika gehört habe. Damals war es “meins” und jetzt ist es die Titelmelodie der Model WG. Das allein sagt doch schon alles. Und darum will ich’s wieder zurück, weil’s einfach zu gut ist um so verschwendet zu werden. Das versteht sowieso niemand so wie ich.