Wenn schon, denn schon, dachte sich das Wetter und hat so richtig zugeschlagen.
Der Tag ging so gut los. Aufwachen mit dem Liebsten, noch kurz im Bett liegen bleiben, in Ruhe frühstücken. Und dann beim Frühstück der Blick aus dem Fenster und ich merkte schon, dass der Tag nicht so gut weiter gehen wird. Nach Auto freischaufeln im Schneckentempo auf die Autobahn, wo ich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 21 km/h vorangekrochen bin, bis ich nach einer dreiviertel Stunde, in der ich ungefähr 6 km weit gekommen bin, die Autobahn verlassen hab um dann irgendwo zu sein, wo ich noch nie war. Mein Orientierungssinn ist ja schon dann unzuverlässig, wenn ich mich wo auskenne. Also war das dann der Supergau, vor allem nachdem ich schon in der Dreiviertelstunde Stau im Radio gehört habe, dass sowieso überall alles dicht ist, ganz egal wo man fährt. Ich bin dann über die Uni heimgeschlittert, weil das so ziemlich das einzige ist, wovon ich zuverlässig nach Hause finde. Über eine Stunde für die eigentlich 15,4 km von meinem Freund zu mir, das ist Rekord. So lang brauch ich nicht mal, wenn ich von ganz daheim aus zu ihm fahre, und da sind’s 75 km.
Ich weiß gerade gar nicht wie ich mich fühle. Ich bin irgendetwas zwischen genervt, aufgewühlt, angespannt und erleichtert. Den Liebsten konnte ich zum Glück noch davon abhalten Richtung Regensburg rein zu fahren. Und dann sah ich gerade noch hier am Parkplatz einen, der dabei war sein Auto freizukratzen und ich denke er hat in meinem Blick gesehen wie ernst ich es meinte als ich gesagt habe “Tu das ja nicht, nimm den Bus!”. Ich hoffe, er hat auf mich gehört. Wenn nicht, wird er wahrscheinlich inzwischen fluchend an mich denken.
Hoffentlich seid ihr heute nicht unterwegs. Es ist wirklich kein Spaß.
Echt, so gar nicht.
Siehe auch: Verkehrschaos in Regensburg
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