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Artikel Tagged ‘radio’

Ich will nie mehr Auto fahren!

11. Februar 2010 6 Kommentare

Wenn schon, denn schon, dachte sich das Wetter und hat so richtig zugeschlagen.

Der Tag ging so gut los. Aufwachen mit dem Liebsten, noch kurz im Bett liegen bleiben, in Ruhe frühstücken. Und dann beim Frühstück der Blick aus dem Fenster und ich merkte schon, dass der Tag nicht so gut weiter gehen wird. Nach Auto freischaufeln im Schneckentempo auf die Autobahn, wo ich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 21 km/h vorangekrochen bin, bis ich nach einer dreiviertel Stunde, in der ich ungefähr 6 km weit gekommen bin, die Autobahn verlassen hab um dann irgendwo zu sein, wo ich noch nie war. Mein Orientierungssinn ist ja schon dann unzuverlässig, wenn ich mich wo auskenne. Also war das dann der Supergau, vor allem nachdem ich schon in der Dreiviertelstunde Stau im Radio gehört habe, dass sowieso überall alles dicht ist, ganz egal wo man fährt. Ich bin dann über die Uni heimgeschlittert, weil das so ziemlich das einzige ist, wovon ich zuverlässig nach Hause finde. Über eine Stunde für die eigentlich 15,4 km von meinem Freund zu mir, das ist Rekord. So lang brauch ich nicht mal, wenn ich von ganz daheim aus zu ihm fahre, und da sind’s 75 km.

Ich weiß gerade gar nicht wie ich mich fühle. Ich bin irgendetwas zwischen genervt, aufgewühlt, angespannt und erleichtert. Den Liebsten konnte ich zum Glück noch davon abhalten Richtung Regensburg rein zu fahren. Und dann sah ich gerade noch hier am Parkplatz einen, der dabei war sein Auto freizukratzen und ich denke er hat in meinem Blick gesehen wie ernst ich es meinte als ich gesagt habe “Tu das ja nicht, nimm den Bus!”. Ich hoffe, er hat auf mich gehört. Wenn nicht, wird er wahrscheinlich inzwischen fluchend an mich denken.

Hoffentlich seid ihr heute nicht unterwegs. Es ist wirklich kein Spaß.
Echt, so gar nicht.

Siehe auch: Verkehrschaos in Regensburg

Musikegoismus

7. Februar 2010 5 Kommentare

Manchmal stößt man irgendwo, irgendwie, irgendwann einfach so auf gute Musik. Man verliebt sich in ein unbekanntes Lied, ein Album, oder eine Band. Man hört es andauernd, teilt es mit den Menschen, die man gern hat und glaubt, das Lied gehöre einem ganz allein. Weil es etwas ist, das nicht jeder hört, das nicht jeder kennt. Man hört es im Stillen, im Auto, laut aufgedreht. Und dann – eines Tages – da hört man es im Radio. Dann hört man es auf einer Party, auf MTV, und jeder hört es. Plötzlich ist es Mainstream geworden und alle hören es halt, weil es gerade läuft. Man hat das Gefühl, dass es trotzdem niemand so versteht wie man selbst. Und dann muss man diese innige Liebe zu diesem Lied mit jedem Menschen auf dieser Welt teilen. Und man will es wieder für sich allein.

So ging’s mir mit dem Pink Album zum Beispiel. Das hab ich schon gehört, als es rauskam und mich in jedes einzelne Lied verliebt. Und etliche dieser Lieder wurden seitdem als Single veröffentlicht und jetzt werden sie täglich im Radio gespielt und sich nicht mehr “meins”.
Als ich auf dem ersten Peter Fox Konzert in München war, hat mich vorher jeder, dem ich das erzählt habe, angeschaut als wäre ich verrückt. “Peter Fox? Noch nie gehört!” – und auf dem Konzert waren echte Fans. Bei dem zweiten Konzert, keine 3 Monate später, waren jede Menge Teenies da, weil’s plötzlich cool war, Peter Fox zu hören. Die Lieder liefen im Radio und nichts war mehr “exklusiv” daran. Dabei hab ich’s schon zu schätzen und lieben gewusst, als ich bei dem Namen Peter Fox noch “Wer soll das denn sein?” hören musste.
Oder Untouched von den Veronicas, das ich schon ein halbes Jahr bevor es hier rauskam in Amerika gehört habe. Damals war es “meins” und jetzt ist es die Titelmelodie der Model WG. Das allein sagt doch schon alles. Und darum will ich’s wieder zurück, weil’s einfach zu gut ist um so verschwendet zu werden. Das versteht sowieso niemand so wie ich.

Endlich unter uns

28. Januar 2010 1 Kommentar

egoFM Regensburg ist einer der besten Radiosender ever. Zumindest verglichen mit dem, was man über normales (nicht Internet-)Radio hier in diesem Teil von Bayern reinkriegt (ich sage bewusst in diesem Teil von Bayern, weil ich auch großer Fan von NRJ München bin, aber da sieht’s empfangstechnisch hier eher schlecht aus). Ich höre Radio eigentlich nur im Auto und ab und zu in der Arbeit. Aber wenn, dann schalte ich am liebsten auf egoFM, weil die was anderes spielen. Die spielen nicht diesen Kommerzkack, der auf den meisten anderen Sendern läuft, wo man dann an einem Tag jedes Lied 38x hört, weil sie nur die 20 “neusten” spielen. egoFM spielt Sachen, die ich nicht kenne. Abends viel Electro. Auch öfter mal französischen HipHop. Und gestern das absolute Highlight, als ich nach 15 Minuten Auto freikratzen völlig durchgefroren und zu spät in Richtung des Liebsten unterwegs war: My New Zoo.

Ich finde nicht alles fantastisch, was sie spielen, aber das was mir gefällt, ist dann meistens so gut, dass ich über die Lieder hinwegsehen kann, die meinen Musikgeschmack nicht treffen. Im Ernst, hört rein!

Zufall?

24. Januar 2010 3 Kommentare

Seit wann kommt denn Uffie im Radio? Das habe ich mich neulich gefragt. Aber als dann das Lied ein wenig lief, hab ich gemerkt, dass es nicht Uffie ist, sondern Kesha. Ja, die von Right Round mit FloRida. Die, die schon was für die Pussycat Dolls geschrieben hat, soweit ich weiß. Und die, die jetzt mit Tik Tok gleich am Anfang des Liedes Uffie kopiert. Electropop mit der gleichen Stimme. Oder das ist absoluter Zufall. Die Ähnlichkeit ist schon verblüffend, obwohl Kesha dann nach dem Anfang gleich zu Pop abdriftet. Hört selbst.

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum*

28. Dezember 2009 Keine Kommentare

Ich habe von einem nahezu Unbekannten eine CD mit seinen Lieblingssongs 2009 zu Weihnachten bekommen. Das war das Prinzip des m4kiwichtelns und meine CD kam vom stiller. Die CD hab ich längst durchgehört, während der Autofahrt zum Liebsten und zurück. Der weihnachtliche Blick auf die Tracklist hat verlauten lassen, dass ich keines der Lieder kenne, nur ein paar der Bands. Gleich das erste Lied ist von den Arctic Monkeys. Die waren mir immer ein bisschen zu alternativ. Obwohl sie ja inzwischen jeder hört. Das ist mir zu Mainstream, haha. Einige der Lieder sind richtig gut. Eines ist sogar so gut, dass ich fast geweint hätte (beim Autofahren!). Und dann habe ich mich gefragt, was für ein Mensch er wohl ist, der stiller. Warum es gerade diese Lieder auf die CD geschafft haben. Warum ein paar der Lieder fröhlich sind und einige so traurig. Ob ihm wohl mal das Herz gebrochen wurde. Ob er hintergangen und verletzt wurde. Ob er so traurig ist wie ein paar der Lieder. Ob er vor Vermissen schon mal fast gestorben wäre.
Aber dann dachte ich mir, dass meine Wichtel-CD auch nicht unbedingt viel über meinen Gemütszustand aussagt. Ich habe dieses Jahr nicht viel Zeit für Musik aufgewendet. Ich habe mir etwa 10 Alben blind besorgt und 3 waren dann auch tatsächlich richtig gut. Diese 3 habe ich dann exzessiv gehört und ansonsten das, was im Radio läuft und Charts. Noch 2-3 Soundtracks ab und zu und das wars. Von daher war meine CD wohl auch wenig repräsentativ für meinen Gemütszustand. Aber ich habe ein paar gute neue Lieder entdeckt, und das ist doch die Hauptsache.

*das ist übrigens ein Zitat von Friedrich Nietzsche. Ja, ich zitiere Nietzsche auf meinem Blog. Ich fühle mich jetzt um Längen gebildeter, hrhr.