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Ted spielt keine Spielchen

21. August 2010 1 Kommentar

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Ich will keine Spielchen spielen. Je länger ich How I Met Your Mother schaue, desto mehr fällt mir auf, dass ich wie Ted bin. Ewig auf der Suche nach der großen Liebe und der festen Überzeugung, dass da draußen irgendwo ein Mensch ist, mit dem man perfekt zusammen passt. Ted Mosby will keine Spielchen spielen. Er will nicht drei Tage warten, bis er sich nach dem Kennenlernen bei der Vielleicht-Richtigen meldet. Diese kleinen Regeln, die man beachten sollte, wenn man will, dass es was wird. Völlig bescheuert, wenn ihr mich fragt. Als ich den Liebsten kennengelernt habe, war gar nichts nach Plan. Ich habe keine drei Tage gewartet, er auch nicht. Wir haben offen geredet und noch heute kaum keine Geheimnisse voreinander. Nichts mit “geheimnisvoll bleiben, wenn man interessant sein will”. Nichts mit “Wenn ich ihm das jetzt erzähle, hält er mich für völlig bescheuert”. Na und, dann ist’s halt so. Gedanken, Gefühle, Ängste – auch wenn sie noch so unbegründet, kindisch und irrational sind – wir teilen sie. Ich will keine Geheimnisse mehr, ich will alles teilen. Und er findet mich deswegen nicht weniger anziehend – eher im Gegenteil.

Auch ich hab diese “Melde dich nicht zu oft bei ihm”, “Lass ihn sich zuerst melden”, “Leg am Telefon immer als erstes auf”, “Geh beim ersten Date nicht ins Kino” Ratschläge gehört. Auch ich hab mich in jüngeren Jahren daran gehalten – und gebracht hat’s auch nichts. Später, wenn man dann mit jemandem zusammen ist und über das Kennenlernen spricht, fallen oftmals Sätze wie “Ich fand dich ja damals schon toll, aber ich hab mich nicht getraut dir das zu sagen” oder “An diesem Abend wollte ich dich so gern küssen aber ich war zu schüchtern”. Und dann merkt man, dem anderen ging’s genauso und man fragt sich, in wie vielen Situationen es alles ändern hätte können, wenn man über bescheuerte “Regeln” hinweggesehen hätte und sich einfach getraut hätte zu fragen.

Vielleicht macht’s die Ehrlichkeit ein bisschen weniger spannend. Das Nicht-Wissen woran man ist, ist am Anfang immer aufregend. Man muss ja nicht gleich wie Ted beim ersten Date “Ich liebe Dich” sagen, nur weil es einem durch den Kopf geht. Aber er war aufrichtig und ehrlich, und wenn man seine Geschichte als Ganzes betrachtet, war es wahrscheinlich das beste, was er hätte tun können. Schließlich hat er so letztendlich über viele Umwege am Ende die Richtige gefunden.

Klaushuren

8. Februar 2010 10 Kommentare

Ich bin empfindlich. Ich bin gestresst, ich bin genervt. Menschen nerven mich. Ich kriege die Krise, wenn jemand meint, er müsste mir im Weg stehen. Wenn jemand laut ist, wenn jemand rücksichtslos ist, wenn jemand schreit, singt oder auch lacht. Schuhe mit Absätzen gehören in der Bibliothek verboten. Genauso wie die Tussi mit dem hässlichen gelben Cardigan, die aussieht wie Nora Tschirner und die mit ihren wahnsinnig lauten und ebenso hässlichen Stiefeln jeden Tag meint, sie müsste achtzehn Mal pro Stunde an meinem Tisch vorbeistolzieren.
Mir soll keiner Fragen stellen und auch keine dummen Kommentare abgeben. Kritik will ich genauso wenig. Ich ertrage es nicht, wenn mir wer was vorschreibt oder mich zu irgendetwas verpflichten will. Ich brauche keine Besserwisser und will nicht mal gut gemeinte Ratschläge. Heute will ich einfach nur meine Ruhe.